Roßwein
Samstag, 17.11.2012
Mehr öffentliche Toiletten in der Stadt
Die Stadtverwaltung hat sich mit Gaststätten und einer Tankstelle geeinigt. Auch ein zweiter Wunsch der Senioren wurde erfüllt.
Drückt die Blase, konnten die Roßweiner bisher nur auf die öffentlichen Toiletten des Rathauses ausweichen. Die befinden sich im Durchgang vom Markt zur Kirche. Doch eine öffentliche Toilette in der Stadt sei zu wenig, machte Monika Lautenschläger, die Vorsitzende der Ortsgruppe der Volkssolidarität, im April dieses Jahres deutlich. Denn weder am Bahnhof noch an anderen Stellen in der Innenstadt gab es bisher die Möglichkeit, sich zu erleichtern.
Dazu kommt, dass die Toilette am Rathaus nicht immer geöffnet ist. Zwar ist sie am Markttag sowie zu Veranstaltungen nutzbar, doch an anderen Tagen kann es passieren, dass die Türen verschlossen sind. Dann bleibt nur der Weg ins Rathaus, wenn das geöffnet hat. „Wir schicken niemanden weg. Zur Not können die Toiletten im Haus genutzt werden“, sagt Antje Lange vom Empfang.
Die Stadt hat nun auf die Kritik reagiert. Wie Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) informierte, gibt es drei weitere Einrichtungen, in denen sich die Bürger bei einem dringenden Bedürfnis Erleichterung verschaffen können: an der Total-Tankstelle an der Haßlauer Straße und in den Gaststätten „Zur Wartburg“ und „Zur Altenburg“.
„Bei der Tankstelle müssen Sie einfach nach dem Schlüssel fragen“, so Lindner. Die Stadt zahlt allen drei Einrichtungen eine Pauschale dafür, dass sie die Toiletten der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Nach der Kritik aus dem Seniorenbeirat hatte die Stadtverwaltung bei den Cafés, Supermärkten und weiteren Einrichtungen in der Stadt nachgefragt, ob die Toiletten auch von der Öffentlichkeit genutzt werden können. „Nur von Dreien haben wir eine Zusage bekommen“, so Lindner.
Und noch ein weiterer Wunsch wurde den Senioren und dem Behindertenbeirat erfüllt. An zwei Stellen in der Innenstadt sind abgesenkte Bordsteine mit Markierungsstreifen versehen worden. Geschehen ist das An der Kirche und an der Filiale der Volksbank an der Querstraße. Menschen mit Behinderung werden durch die weißen Streifen auf die abgesenkten Gehwege aufmerksam gemacht, die Rollstuhlfahrern sowie Senioren mit Gehhilfen, aber auch Müttern mit Kinderwagen das Überqueren der Straße erleichtern.
Auch sollen die Markierungen in Zukunft verhindern, dass die abgesenkten Bordsteine zugeparkt werden. Vor allem an der Volksbank sei das bisher ein Problem gewesen, so Veit Lindner. Auf Anregung des blinden Roßweiners Thorsten Gruner werden die weißen Streifen noch mit einem schwarzen versehen. Durch den Kontrast ist die Markierung für Sehbehinderte besser zu erkennen, begründet Gruner.
Zunächst einmal soll es bei den beiden markierten Stellen im Stadtgebiet bleiben. Nach einem Jahr wird es eine Auswertung geben, wie die Markierungen sich bewährt haben. Der Behindertenbeirat wird beobachten, ob zum Beispiel weiterhin die Bereiche mit abgesenktem Bordstein zugeparkt werden.
Empfehlung - Mehr öffentliche Toiletten in der Stadt
Drückt die Blase, konnten die Roßweiner bisher nur auf die öffentlichen Toiletten des Rathauses ausweichen. Die befinden sich im Durchgang vom Markt zur Kirche. Doch eine öffentliche Toilette in der Stadt sei zu wenig, machte Monika Lautenschläger, die Vorsitzende der Ortsgruppe der Volkssolidarität, im April dieses Jahres deutlich. Denn weder am Bahnhof noch an anderen Stellen in der Innenstadt gab es bisher die Möglichkeit, sich zu erleichtern.(...)
Link zum Artikel:
http://www.sz-online.de/nachrichten/mehr-oeffentliche-toiletten-in-der-stadt-2450448.html