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Donnerstag, 23.04.2015

Mehr Freiheiten für Straßenkünstler

Auch die reduzierten Regeln der Verwaltung sind der Ratsmehrheit noch zu viele.

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Die Stadt Dresden will die drastischen Vorgaben für Straßenkünstler etwas aufweichen.
Die Stadt Dresden will die drastischen Vorgaben für Straßenkünstler etwas aufweichen.

© Norbert Millauer

Dresden. Gestern hat der Bauausschuss über die neuen Regeln für Straßenkünstler beraten. Die Stadt will die drastischen Vorgaben, die sie vor sieben Monaten verhängt hat, etwas aufweichen. Das geht der Stadtratsmehrheit aber nicht weit genug. Linke, Grüne, SPD und Piraten wollen mehr Freiheiten für Musiker, Pantomimen und Maler.

Wird diese Änderung vom Rat beschlossen, können Künstler, die nicht singen oder Musik machen, ohne Genehmigung überall auftreten. Musik, Instrumente und Verstärker wären generell erlaubt, wenn die Musiker in mindestens 150 Metern Abstand auftreten – ohne vorgegebene Orte. Sie dürfen dann von der halben bis zur vollen Stunde spielen. Danach ist Pause. Die Musiker brauchen keine Genehmigung, sparen somit die Gebühr von fünf Euro.

Piraten-Stadtrat Norbert Engemaier: „Wir werden das de-facto-Verbot der Straßenkunst aufheben und Straßenkunst grundsätzlich wieder als erlaubnisfreie Gemeinnutzung und Bereicherung des öffentlichen Raumes anerkennen.“ Mit dieser Regelung wolle Rot-Grün-Rot den Interessen der Kunst- und Gewerbetreibenden ebenso Rechnung tragen wie jenen, die an künstlerisch attraktiven Orten wohnen und arbeiten. (SZ/awe)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 8 Kommentare

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  1. tschle

    geht doch. Weniger Vorschriften = mehr Freiheit. Umso weniger verstehe ich den Zirkus um die Sonntagsöffnung !

  2. Klaus

    Ich vermisse das Gedudel aller 100m nicht. Wäre schade, wenn das zurück kommt.

  3. Sachse

    Endlich gehen die rot und grünen und roten und piraten die wichtigen dinge in Dresden an. Arbeitsplätze schaffen das wäre doch schade um die Zeit. Ob z.B. Globus richtig ist oder nicht, aber 300 Arbeitsplätze das ist wichtiger als ein Strassenkünstler der arbeitsscheu ist. Danke an den Stadtrat und mit Frau Genossin Stange kommen dann auch wieder die FDJ und Pioniere auf die Strassen.

  4. ole

    Zitat: "Wird diese Änderung vom Rat beschlossen, können Künstler, die nicht singen oder Musik machen, ohne Genehmigung überall auftreten." Der Instrumentenquäler auf der Hauptstraße ist schon wieder da. Zählt seine "Kunst" als "nicht singen oder Musik machen" und er darf jetzt überall auftreten?

  5. Klaus W.

    Ich freue mich schon darauf, wenn ich im Straßenkaffee sitzen werde und 3m daneben ein Bläserquintett auftritt.

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