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Freitag, 13.04.2018

Mehr Besucher im Tierpark

Der kleine Zoo war auch im Jahr 2017 sehr beliebt. Es gibt Pläne, ihn in der Region künftig noch besser zu vermarkten.

Braunbär Balu ist neben seiner Gefährtin, Grizzlybärin Jane, der Star im Tierpark Bischofswerda.
Braunbär Balu ist neben seiner Gefährtin, Grizzlybärin Jane, der Star im Tierpark Bischofswerda.

© Steffen Unger

Bischofswerda. Der Tier- und Kulturpark von Bischofswerda zählte im vergangenen Jahr 73 361 Besucher. Das waren fast 5 000 Gäste mehr als im Jahr zuvor und etwa genau so viele wie im Jahr 2015, als 73 152 Besucher kamen.

Stabile Gästezahlen über Jahre freuen nicht nur die Vertreter der Stadt Bischofswerda, sondern auch die Mitarbeiter der Lebenshilfe für behinderte Menschen. Die Einrichtung betreibt Sachsens kleinsten Zoo. Vorerst bis 2019 ist dessen Finanzierung gesichert. Vom Oberlausitzer Kulturraum kommt bis dahin ein jährlicher Zuschuss in Höhe von 70 000 Euro. Die gleiche Summe stellt die Stadt bereit. Ab dem Jahr 2020 wird über die Kulturraum-Förderung nach Beurteilung des Entwicklungskonzeptes neu entschieden, sagte Madlen Raupach vom Stadtmarketing jetzt auf einer Sitzung des Stadtratsausschusses für Familie, Soziales und Kultur.

Die Sicherung der Kulturraumförderung auch nach dem Jahr 2019 ist eine von mehreren Herausforderungen für die Zukunft des Tierparkes. Stadt und Lebenshilfe arbeiten daran – auch, indem sie die Einrichtung noch stärker mit anderen touristischen und kulturellen Angeboten in der Region vernetzen. So soll der Tierpark beim weiteren Ausbau der Radwanderrouten innerhalb der Touristischen Gebietsgemeinschaft Westlausitz ein Anlaufpunkt werden, sagte Holm Große (parteilos), Oberbürgermeister und Vorsitzender der Gebietsgemeinschaft. Bereits seit längerer Zeit angedockt am Tierpark ist eine Ausleihstation für Fahrräder, insbesondere für E-Bikes. Nach Anlaufschwierigkeiten können nun die Ausgaben für die Wartung der Räder durch die Einnahmen gedeckt werden. Im vergangenen Jahr betrugen die Einnahmen 408 Euro, hieß es dazu im Bericht von Madlen Raupach.

Mit internationalen Standards

Bischofswerda punktet darüber hinaus auch in qualitativer Hinsicht. Der Tier- und Kulturpark sei kein Heimattierpark, sondern er erfülle internationale Standards, auch indem er auf wissenschaftlichem Gebiet tätig ist, sagte Holm Große.

Die im Stadtratsausschuss vertretenen Abgeordneten sehen trotzdem Potenzial, um die beliebte Oase inmitten der Stadt noch besser zu vermarkten. Bernd Grüber (CDU) regt die Einführung einer Familienjahreskarte an; bislang gibt es dieses Angebot für Einzelpersonen. Außerdem sollte die Stadt für ihren Tierpark stärker auch in Richtung Dresden werben, sagte er.

Robert Geburek und Stefan Läsker (beide Bürger für Bischofswerda) sagten, der Fahrradverleih müsse besser vermarktet werden, indem man ihn im Tierpark präsenter macht. Außerdem regen sie Verbesserungen um Umfeld an. So sollte der kleine Platz an der Ampelkreuzung Dresdner Straße, für Besucher aus Richtung Dresden meist der erste Eindruck von Bischofswerda und von Tierpark-Besuchern oft fürs Parken genutzt, aufgewertet werden. Angesichts der wenigen Pkw-Stellplätze am Tierpark-Eingang an der Sinzstraße sollte die Stadt über ein Parkleitsystem nachdenken, forderte Stefan Läsker.

Der Tierpark selbst empfiehlt seinen Gästen, auf dem unteren Festplatz am Goldbacher Weg zu parken. Doch damit verbindet sich ein anderes Problem: Mit dem desolaten Steinweg, der vom Goldbacher Weg zum Tierpark führt, macht Bischofswerda keinen Staat. Kritik kam deswegen kürzlich auch von der Feuerwehr: Gemeindewehrleiter Sixten Mütterlein sprach das Problem im Stadtrat an. – In puncto Werbung will die Stadt zulegen. Im neuen Dresdner Familienmagazin schalte die Stadt eine Anzeige. sagte Madlen Raupach. (SZ/ir)