Montag, 04.02.2013

Mehr Ausland mit dem Bachelor

In der Evangelischen Hochschule können Studenten ihre normale Studienzeit verlängern und ein Jahr im Ausland lernen.

Einen Vorstoß bei der Organisation des Bachelorstudiums hat jetzt die Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit (EHS) getan. Studenten im Fach „Bildung und Erziehung in der frühen Kindheit“ können nun die vorgesehene Studienzeit von drei Jahren um ein Jahr verlängern. Das verbringen sie an einer Hochschule und bei Praxispartnern im Ausland. „Bisher war der Auslandsaufenthalt in diesem Fach nicht möglich“, sagt Ivonne Zill-Sahm, Professorin und Studienleiterin für das Fach. Ein Grund dafür sind die straffen Studienpläne und die Mitarbeit in einer Kindereinrichtung parallel zum gesamten Studium.

Als Kooperationspartner hat die EHS bereits eine Privathochschule in Lissabon sowie die Karl-Franzens-Universität in Graz gewonnen. Weitere Partner sollen Hochschulen in Budapest, Schweden und Bozen sein. Im Fach „Bildung und Erziehung in der frühen Kindheit“ sind derzeit 105 Studenten eingeschrieben. Insgesamt gibt es über 600 an der EHS. Pro Studienjahr können sich zehn der 105 Studenten für das Jahr im Ausland bewerben. Bisher haben allerdings nur vier das Angebot angenommen. Das wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst aus Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert. In den kommenden Jahren sollen auch andere Studiengänge an der EHS davon profitieren.

Die Hochschule reagiert damit auf die Kritik an den Bachelorstudiengängen. Die bezieht sich vor allem auf die strengen zeitlichen Vorgaben und fehlende Flexibilität der Studenten bei der Studienorganisation. Eine Auszeit für Praktika und Ausland ist kaum möglich. „Dabei ist es notwendig, sich persönlich, aber auch beruflich mit anderen Kulturen auseinanderzusetzen“, sagt Ivonne Zill-Sahm. Das gilt nicht nur für das Fach „Bildung und Erziehung in der frühen Kindheit“. So können die Studenten interkulturelle Kompetenz entwickeln. (acs)

Leser-Kommentare

Insgesamt 0 Kommentare

    Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.