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Dienstag, 03.10.2017

Mehr als ein Kuss

DOKUMENTARFILM: „Robert Doisneau – Das Auge von Paris“

Nostalgie pur – hier der berühmte leidenschaftliche Kuss vor dem Pariser Rathaus. Foto: filmkinotext
Nostalgie pur – hier der berühmte leidenschaftliche Kuss vor dem Pariser Rathaus.
Foto: filmkinotext

Natürlich ist da dieses eine Bild, das den französischen Fotografen Robert Doisneau weltberühmt gemacht hat: Ein Liebespaar auf der Straße, verbunden in einem innigen Kuss. Ein Moment voller Zärtlichkeit, obwohl es alles andere als Zufall war, dass das Bild in dieser Form zustande gekommen ist. Warum und weshalb? Ein
Dokumentarfilm verrät auch das.

Die letzte große Doisneau-Ausstellung gab es bis März 2017 im Berliner Gropius-Bau. Da war auch grad Berlinale-Zeit in der Hauptstadt und viele Besucher des Filmfestes nutzten die Gelegenheit, dem berühmten Mann der Linse einen Besuch abzustatten. „Robert Doisneau – Das Auge von Paris“ lief da schon, allerdings in den üblichen kleinen schwarzen „Zellen“ innerhalb der Ausstellungsräume.

Es ist eine arte-Produktion, die für eine Fernsehausstrahlung und nur für den Verkauf als DVD vorgesehen war. So wie Doisneau-Fotos selbst hat aber auch der Film mehr Weite verdient, einfach eine größere Dimension. Was natürlich vor allem an der faszinierenden Wirkung der Originalarbeiten liegt. Deshalb ist der Kinoeinsatz
absolut gerechtfertigt.

Regisseurin Clémentine Deroudille hangelt sich natürlich an den Werken Doisneaus und an seinem Leben entlang. Der Zugang war etwas leichter, denn Deroudille ist eine Enkelin des Meisters. Ein sehr privater und familiärer Zugang auch zu bisher unveröffentlichten Materialien aus dem Nachlass war möglich. Daneben stehen Interviews mit Doisneau, Freunden und Kollegen. Und: Es ist natürlich auch ein Paris-Film geworden!

„Robert Doisneau – Das Auge von Paris“ startet nur im Programmkino Ost, DD.