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Sonntag, 27.01.2013

Medwedew sieht Assads Chancen auf Machterhalt schwinden

Moskau. Im Syrienkonflikt sieht Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew die Chancen für einen Machterhalt von Präsident Baschar al-Assad schwinden. „Mir scheint, dass mit jedem Tag, jeder Woche und jedem Monat die Chancen für seinen Erhalt immer weniger werden“, sagte Medwedew dem US-Fernsehsender CNN in einem Interview, aus dem die Agentur Interfax am Sonntag zitierte.

Medwedew warf Assad schwere Fehler vor. Er bekräftigte Moskaus Position, dass das syrische Volk selbst über die Zukunft des Landes entscheiden müsse.

Als Vetomacht im Weltsicherheitsrat lehnt Russland eine militärische Einmischung in Syrien ab. Medwedew warf Assad vor, politische Reformen verschleppt zu haben. „Er hätte das alles viel früher machen sollen, den Teil der gemäßigten Opposition, die mit ihm an einem Tisch zu sitzen bereit war, auf seine Seite ziehen. Das war ein bedeutender Fehler - vielleicht ein fataler“, sagte Medwedew.

Außenpolitik fällt in Russland in die Zuständigkeit von Präsident Wladimir Putin. In der Vergangenheit hatten Medwedew und Putin zu außenpolitischen Fragen bisweilen voneinander abweichende Aussagen gemacht. In der vergangenen Woche hatte Außenminister Sergej Lawrow der syrischen Opposition mit den Forderungen nach Assads Rücktritt „Besessenheit“ vorgeworfen. Russland forderte immer wieder eine politische Lösung und Dialog zwischen Machthabern und Opposition. (dpa)

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