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Matratzen schützen und pflegen - so geht’s

Der Mensch verbringt rund zwei Drittel seines Lebens mit Schlafen.

05.10.2017

 schützen und pflegen - so geht’s
Foto: fotolia©auremar (#120258160)

Vor dem Hintergrund kommt einer geeigneten und bequemen Schlafstätte und insbesondere einer Matratze hervorgehobene Bedeutung zu. Dabei schlafen drei von vier Deutschen auf einer Matratze, die nicht älter als fünf Jahre ist und einen gewissen Pflegeaufwand bedarf, damit sie auch möglichst lange noch sauber und gepflegt bleibt - nicht nur der Gesundheit seines Benutzers, sondern auch dessen Haushaltsbudget zu liebe. Denn ein Bettpolster hat bei guter Pflege eine Lebensdauer von acht bis zehn Jahren. Was dabei zu beachten ist, klärt folgender Bericht.

Höheres Qualitätsbewusstsein

Hoher Schlafkomfort ist von entscheidender Bedeutung, wenn es um gesunde Schlafhygiene geht. Immer mehr Verbraucher haben den Zusammenhang ihrer allgemeinen Gesundheit mit ausreichend erholsamem Schlaf verinnerlicht, den zahlreiche Studien in der Vergangenheit belegen konnten.

Nicht zuletzt deshalb greifen Konsumenten seit Jahren schon bewusster zu neuen, höherwertigen Matratzen und tun dies auch in kürzeren Intervallen. So gaben im Rahmen einer Umfrage im letzten Jahr nicht weniger als 65 Prozent aller Befragten an, sich allein aus Gründen besseren Schlafkomforts in den kommenden zwei Jahren eine neue Matratze kaufen zu wollen. Dabei sind Kaltschaum- und Federkernmatratzen nach wie vor die größten Verkaufsschlager und machten zusammen im letzten Jahr einen Marktanteil von 72 Prozent aus, wenn den Zahlen der Statista-Umfrage Schlafen & Matratzen 2016 Glauben geschenkt werden darf.

Voraussetzung für einen guten Schlaf ist jedoch nicht nur eine qualitativ überzeugende und passende, sondern auch eine gepflegte Matratze, die dabei weder zu hart noch zu weich sein sollte und gewisser Schonung bedarf.

Matratze regelmäßig drehen und wenden

Dazu gehört regelmäßiges Drehen und Wenden des Bettpolsters, idealerweise spätestens alle zwei Monate. Dabei können Flusen, Haare, Hautschuppen, Milbenkot und Staub mit einem leistungsstarken Staubsauger jeweils gleich mit entfernt werden.

Meist gestalten handelsüblich seitlich angebrachte Wendeschlaufen den Wendevorgang einfach und bequem. Bei häufigem Drehen und Wenden werden die Polster nicht nur jeweils besser durchlüftet, sondern auch hinsichtlich ihrer Abnutzung gleichmäßiger beansprucht und damit besser geschont.

Denn immer die gleiche oder ähnliche Liegeposition führt zu allzu einseitiger Belastung des Matratzenmaterials und schon nach wenigen Jahren zu erhöhtem Abrieb wie deutlicher Kuhlen-Bildung, einem Elastizitätsverlust an der betreffenden Stelle geschuldet.

Als Faustregel gilt, bei jedem Wechsel des Bettzeugs auch die Liegeseite der Matratze zu wechseln und sie um 180 Grad zu drehen.

Ausreichend lüften

Nicht nur beim Bettzeug-Wechsel sollte der Matratze ausreichend Gelegenheit gegeben werden, auszulüften. Auch im täglichen Umgang empfiehlt sich, für eine gewisse Zeit Bettdecke und Kopfkissen möglichst vollständig von der Unterlage zu entfernen, um maximalen Luftaustausch zu gewährleisten.

Dabei wird ein Übermaß an gespeicherter Luftfeuchtigkeit durch Körperausdünstungen wieder an die Umgebungsluft abgegeben, die Matratze bleibt frisch und luftig. Je länger und je häufiger ihre Oberfläche frischer Außenlust ausgesetzt wird, umso länger hygienisch einwandfrei bleibt sie auch.

Mechanischen Abrieb durch Schoner vermeiden

Ähnlich werterhaltenden und schonenden Effekt hat auch ein Matratzenschoner, mit dem sich über einen langen Zeitraum die volle Qualität der Matratze erhalten lässt. Denn ihr täglicher beziehungsweise nächtlicher Einsatz geht zwangsläufig nicht spurlos am Material vorbei. Auf Dauer lässt sich nicht vermeiden, dass es verschmutzt, Nässe ausgesetzt ist oder beschädigt wird, wie beispielsweise der Anbieter Matratzenschutz24 auf unvermeidliche wie typische Abnutzungseffekte in dem Zusammenhang hinweist.

Matratzenschoner sollten mit einem zusätzlichen Matratzenschutz kombiniert werden, der gerade schädigende mechanische Beanspruchungen durch den Lattenrost wirkungsvoll ausschaltet. Denn ohne Schutz bleibt beständiges Scheuern des Matratzenüberzugs an Ecken und Kanten des Rosts nicht aus, mit der Folge von unliebsamen Materialverschleiß. Schließlich schützt eine Unterlage auch vor Staub- und Schmutzablagerungen und sorgt für Sauberkeit auch von unten.

Zusammenfassend können alle Schoner, ob Auflagen, Unterlagen oder Rundumbezüge für Matratzen, grundsätzlich wesentlich zum Matratzenschutz und damit auch zum Wohlbefinden des Schlafenden beitragen.

Matratze reinigen

Dazu gehört auch regelmäßiges Waschen der meist waschmaschinenfesten Bezüge bei 60 Grad. Eine umfassende Pflege beinhaltet auch ein Reinigen der Polster mit einer weichen Bürste, was jedoch oft gerne vernachlässigt wird. Dabei tummeln sich gerade in der Matratze und auf ihrer Oberfläche unzählige Krankheitserreger, Milben und Keime, die sich von menschlichen Hautschuppen und Ausdünstungen ernähren.

Während Auflagen und Topper leicht auszuwechseln und zu reinigen sind, stellt eine Matratzenreinigung höheren Arbeitsaufwand dar, den professionelle Matratzenreinigungs-Fachfirmen gerne übernehmen.

Wer die Reinigung dagegen selbst durchführen möchte, kann auf verschiedene erprobte und bewährte Methoden zurückgreifen.

Hierbei dreht es sich in erster Linie um die Verwendung von Backpulver, das Natron enthält. Natron hat eine desinfizierende Reinigungswirkung und lässt auch einiges an Flecken verschwinden.

Auch im Kampf gegen die sogenannten Hausstaubmilben hat sich die auch unter Natriumhydrogenkarbonat bekannte Substanz als wertvolles Hilfsmittel im Alltag bestens bewährt, wie gesundheits-universum.de auf seiner Webseite informiert.

Auch unangenehme Gerüche haben nach einer Natron-Behandlung keine Chance. Dazu wird die Substanz in Pulver- oder Granulat-Form auf den Bezug gestreut und entweder trocken für einige Stunden auf der Oberfläche belassen und danach abgesaugt.

Alternativ bietet sich zur Wirkungsverstärkung auch leichtes Befeuchten des aufgebrachten Pulvers etwa mit einer Sprühflasche an. Dabei sollten die Düsen der Befeuchters möglichst fein sein, damit nicht zu viel Nässe und damit unschöne Wasserflecken entstehen. Ideal ist eine Pumpflasche, wie sie etwa zur Luftbefeuchtung für Zimmerpflanzen verwendet wird.

Hier gestaltet sich allerdings die Trocknungsphase entsprechend länger, die jedoch unter Haarfön-Einsatz etwa erheblich verkürzt werden kann.

Neben Natron eignet sich auch ein handelsüblicher Dampfreiniger für eine vergleichsweise noch tiefere und gründlichere Reinigung. Unter heißem Wasserdampf lassen sich mitunter selbst noch hartnäckigere und vor allem ältere Flecken entfernen, etwa von Blut, Urin oder auch diversen Getränken wie Kaffee oder Rotwein.