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Mittwoch, 04.11.2015

Massenflucht aus Erstaufnahme

Von 321 Flüchtlingen sind nur noch knapp 90 im Objekt in Döbeln. Die große Zahl abgängiger Personen verwundert auch das DRK.

Das Foto entstand zu Beginn dieser Woche. Ob sich diese Asylbewerber noch in der Erstaufnahme in Döbeln befinden, ist unklar. Denn mehr als zwei Drittel der Frauen, Männer und Kinder, die am Sonntag in Döbeln angekommen sind, haben die Stadt bereits wieder verlassen.
Das Foto entstand zu Beginn dieser Woche. Ob sich diese Asylbewerber noch in der Erstaufnahme in Döbeln befinden, ist unklar. Denn mehr als zwei Drittel der Frauen, Männer und Kinder, die am Sonntag in Döbeln angekommen sind, haben die Stadt bereits wieder verlassen.

© Archiv/Dietmar Thomas

Döbeln. So schnell, wie sie gekommen waren, so schnell ist der größte Teil von ihnen verschwunden: Erst am Sonntagabend bezogen 321 Flüchtlinge die Erstaufnahmeeinrichtung an der Döbelner Eichbergstraße. Am Mittwoch waren nur noch knapp 90 im Objekt. Das bestätigte Kai Kranich, Landessprecher des DRK Sachsen. Dass sich Flüchtlinge auf den Weg zu Verwandten machen, sei nicht untypisch. Dass sie aber in so großer Zahl verschwinden, bezeichnet Kranich als ungewöhnlich.

Die Menschen in der Döbelner Einrichtung sind noch nicht beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge registriert und noch nicht medizinisch untersucht. Nur das DRK, das über eine eigene Registrierung verfügt, hat persönliche Daten im Computer. Dem DRK dient diese Registrierung zur Ermittlung der personengenauen Belegung von Objekten und zur Familienzusammenführung. „Nach einer Karenzzeit von drei bis fünf Tagen gelten die Flüchtlinge als abgängig, die Plätze werden neu belegt“, so Kranich. (DA)