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Donnerstag, 28.01.2016

„Marina Garden“ heißt jetzt „Elbviertel Dresden“

Die Stadt legt einen neuen Plan für das umstrittene Grundstück an der Elbe vor. Die Unterschiede zu Töberichs Entwurf sind groß.

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So sieht der Siegerentwurf aus dem Werkstattverfahren für den neuen Bebauungsplan aus.
So sieht der Siegerentwurf aus dem Werkstattverfahren für den neuen Bebauungsplan aus.

© Barcode Architecture/Lola Landscape Architects/Dresden

  • So sieht der Siegerentwurf aus dem Werkstattverfahren für den neuen Bebauungsplan aus.
    So sieht der Siegerentwurf aus dem Werkstattverfahren für den neuen Bebauungsplan aus.
  • Investorin Regine Töberich plante zuletzt eine Anlage mit 180 Wohnungen.
    Investorin Regine Töberich plante zuletzt eine Anlage mit 180 Wohnungen.

Für das Marina-Garden-Areal, das benachbarte Malteser-Grundstück und die Grumbt’sche Villa zwischen Elbe und Leipziger Straße liegt seit Montag der neue Bebauungsplan vor. Dieser beinhaltet einen Hochwasserschutz, weshalb ein Streifen parallel zur Elbe nicht angerührt werden darf. Oberhalb, zur Leipziger Straße hin, soll eine ein- bis zweireihige Wohnanlage mit höchstens vier Geschossen entstehen. Die Häuser müssten sich in den Landschaftsraum des Ufers harmonisch einfügen, heißt es.

Ein Teil der Grundstücke darf überhaupt nicht bebaut werden. Dort ist eine Entsiegelung der Fläche vorgesehen, sodass das Wasser bei einer neuen Flut ungehindert abfließen kann. In hochwasserfreien Zeiten dient das Areal der Naherholung. Auch für die Kreativwirtschaft soll Platz sein. Mit dem Plan werde außerdem der Elberadweg für die Öffentlichkeit gesichert, sagt die Stadt.

Seit vergangenem Jahr wird darüber gestritten, ob und was auf dem Areal überhaupt gebaut werden darf. Investorin Regine Töberich plante zuletzt eine Anlage mit 180 Wohnungen, wehrte sich allerdings gegen einen Flutschutz in Form einer Mauer. Schließlich erwirkte der Stadtrat im Mai 2015 eine Veränderungssperre für das Gebiet und beschloss die Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes. Zwar sollte Töberich nach dem Willen der Stadt daran mitarbeiten, das lehnte sie allerdings ab. Dieses Werkstattverfahren endete im November mit einem neuen Entwurf, den ein Architektenbüro aus Rotterdam vorgelegt hatte.

Die geschwungene Form der Häuser unterscheidet sich stark von der Blockform, die Töberich geplant hatte. Außerdem bleibt der alte Industrieschornstein als Denkmal erhalten. Der Name „Marina Garden“ ist inzwischen ganz aus den Plänen der Stadt verschwunden. Das Gebiet ist nun mit dem Titel „Elbviertel Dresden“ überschrieben.

Ob Regine Töberich den Plan der Stadt auf ihrem Grundstück umsetzen wird, ist unklar. Im Dezember kündigte sie an, juristisch gegen die Stadt vorgehen zu wollen, weil sie ihr Bauprojekt nicht wie ursprünglich geplant umsetzen kann. Noch ist der Bebauungsplan außerdem nicht beschlossen. Bis zum 25. Februar liegt er zur Einsicht- und Stellungnahme im Rathaus aus. Hinweise sollen in die weitere Bearbeitung des Planes einfließen. (SZ/sr)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 30 Kommentare

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  1. armes Dresden

    Frau Töbrich sollte sich auf diese kastrierten Wunschträume der GRÜN-Roten Verhinderungstruppe überhaupt nicht einlassen. Sie ist rechtmäßige Eigentümerin des Geländes und kann von niemandem Gezwungen werden, diesen Schwachsinn umzusetzen. Lieber einen Zaun um das Ganze zur Sicherung der 'Verkehrssicherheit' und warten, bis wieder Vernunft in dieser Stadt einzieht. Und immer schön das Gras kurz halten, dass nicht aus Versehen ein 'Biotop' oder gar 'Wald' entsteht.

  2. die Susi

    und wenn ihr das tausendmal umbenennt es ändert nichts an der Tatsache.

  3. Berg

    Tja, Töberich ist kein Pöppelmann oder Brühl, und die Stadträte sind nicht August der Starke. Es fehlen Macht; Geld und Genialität, um so ein kompliziertes Stadtareal unwidersprochen durchzusetzen. Die Pläne stammten ja auch nicht von Töberich, sondern von ihren beauftragten Architekten. Nun wurde schon viel Geld in beide Entwürfe gesteckt. Die späteren Mieter/Käufer/Nutzer wird das kaum jucken.

  4. Der Dresdner

    @ armes Dresden Das sehe ich genauso. Irgendwann kommen die Dresdner zur Vernunft und jagen die Öko-Sozialisten vom Hof und aus dem Stadtrat. Dann geht´s mit der Stadt wieder vorwärts und Töbrich kann ihre Pläne in vernünftigem Maße umsetzen.

  5. the architect

    uiuiui, was für ein genialer Entwurf. Da bleibt mir glatt die Spucke weg vor Ehrfurcht.

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