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Donnerstag, 29.11.2012

Männer mit Erektionsstörungen leiden häufig auch an Prostatabeschwerden

Foto: Privatdozent Dr. Tobias Engl/akz-i
Foto: Privatdozent Dr. Tobias Engl/akz-i

Mehr als sechs Millionen Männer in Deutschland leiden an Erektionsstörungen. Dies kann für Paare, die sich eine erfüllte Sexualität wünschen, zur Belastung werden. Den meisten Männern kann heute aber mit Tabletten, sogenannten PDE 5-Hemmern, geholfen werden, ihr Liebesleben wieder zu genießen. Die Tabletten sind verschreibungspflichtig. Deshalb ist ein offenes Gespräch mit dem Arzt wichtig, um eine Lösung zu finden, die zu den eigenen Wünschen und auch denen der Partnerin passt. Im Gespräch mit dem Arzt kann dann auch die Gelegenheit genutzt werden, weitere Beschwerden anzusprechen, die häufig gemeinsam mit den Erektionsstörungen auftreten. Männer mit Erektionsstörungen leiden oft auch an Diabetes oder Bluthochdruck. Besonders häufig treten Erektionsstörungen zusammen mit Problemen beim Wasserlassen auf. Letztere können durch eine gutartige Vergrößerung der Prostata bedingt sein, die zu häufigem Harndrang oder einem schwachen Harnstrahl führen kann. Die moderne Forschung hat gezeigt, dass bestimmte Enzyme in beiden Bereichen - sowohl im Penis als auch in der Prostata - vorkommen. Mit modernen Therapiemöglichkeiten können beide Beschwerden behandelt werden.

Experteninterview mit Privatdozent Dr. Tobias Engl, Urologe aus Oberursel

Was bedeuten Erektionsstörungen für den Alltag der Betroffenen?Dr. Engl: Viele belastet es, dass ihre Erektionsfähigkeit nachgelassen hat. Ihnen ist zum Beispiel wichtig, der Partnerin wieder ein befriedigendes Sexualleben zu ermöglichen. Ich stelle aber immer wieder fest, dass vielen Männern erst bewusst wird, dass sie sich mit den Erektionsstörungen nicht abfinden müssen, wenn ich ihnen aufzeige, dass es gute Möglichkeiten gibt, die Erektionsstörung zu behandeln.

Nehmen Männer mit Erektionsstörungen die Begleiterkrankungen ebenfalls im Alltag wahr?Dr. Engl: Ja, gerade Prostatabeschwerden, eine der häufigsten Begleiterkrankungen, sind deutlich im Alltag zu spüren. Viele Patienten leiden natürlich darunter, dass sie nachts häufig zur Toilette müssen. Wenn der Harnstrahl schwächer wird oder Männer ganz plötzlich bzw. sehr häufig einen starken Harndrang verspüren, kann das sehr belastend sein. Manche Männer planen dann ihr Leben danach, wo sich die nächste Toilette befindet. Das kann die Lebensqualität deutlich einschränken.

Müssen sich Betroffene im Alter mit Beschwerden wie Erektionsstörungen oder Problemen beim Wasserlassen abfinden?Dr. Engl: Sie müssen sich damit nicht abfinden. Viele denken zwar, dass sie die Beschwerden aus Altersgründen hinnehmen müssen. Es gibt aber heute gute Behandlungsmöglichkeiten, die ich meinen Patienten verordnen kann.

Mit freundlicher Unterstützung der Lilly Deutschland GmbH DECLS01085

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