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Montag, 15.02.2016

Mädchen im Georg-Arnhold-Bad belästigt

Zwei Männer haben im Georg-Arnhold-Bad zwei Mädchen unsittlich berührt. Schon im Januar hatte es dort einen Vorfall gegeben.

Im Schwimmbecken des Arnholdbades soll es am Sonntagabend zu einem Übergriff auf zwei junge Mädchen gekommen sein.
Im Schwimmbecken des Arnholdbades soll es am Sonntagabend zu einem Übergriff auf zwei junge Mädchen gekommen sein.

© dpa/Archiv

Dresden. Die Dresdner Polizei hat am Sonntagabend zwei Männer festgenommen, nachdem sie im Georg-Arnhold-Bad zwei junge Mädchen belästigt haben sollen. Der Polizei zufolge hatten die Tatverdächtigen aus Syrien und dem Iran (21, 31) die Kinder gegen 20.30 Uhr im Schwimmbecken unsittlich berührt. Die beiden Männer hatten sich zuvor mit den Mädchen im Außenbecken aufgehalten. Dabei hatten sie die Kinder auf sich aufmerksam gemacht, teilte Polizeisprecherin Jana Ulbricht mit. Danach habe einer der Männer der Zehnjährigen ans Gesäß und an die Beine gefasst. Der andere soll die Elfjährige an Hüften und Beinen berührt haben. Die Mädchen erzählten anschließend der Mutter der Elfjährigen sowie Badmitarbeitern von dem Vorfall.

Polizisten nahmen die Männer vorläufig fest. Im Verlauf des Montagvormittags kamen sie zunächst wieder auf freien Fuß. Nun ermittelt die Kripo wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern. Sportbürgermeister Peter Lames (SPD) sagte am Montag: „Wir achten auf die Ordnung in unseren Bädern. Zuwiderhandlungen gegen die Hausordnung werden unabhängig von der Nationalität unterbunden.“ Die Staatsanwaltschaft prüfe, ob in einem solchen Fall eine Straftat vorliegt. Im Januar hatte es einen Übergriff im Arnhold-Bad gegenüber vier Mädchen von elf bis 13 Jahren im Arnhold-Bad gegeben. Dieser hatte eine Diskussion ausgelöst, ob männlichen Flüchtlingen generell der Zutritt zu Schwimmhallen verwehrt werden soll. Sportbürgermeister Peter Lames (SPD) hatte das ausgeschlossen. Man dürfe Menschen nicht unter Generalverdacht stellen, aber jeder einzelne Fall werde verfolgt.

Am Montag fand nahe dem Bad eine spontane Demo unter dem Motto „Hausverbot für Flüchtlinge. Schützt unsere Kinder, bevor wir es tun“ statt. Die Polizei sprach von mehreren Teilnehmern. (SZ/two)