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Freitag, 25.09.2015

Machtspiel um den Vize-OB

Dirk Hilbert bekommt seinen Wunschkandidaten vorerst nicht durch den Stadtrat.

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Die Bürgermeister der Stadt Dresden: (v.l.) Kristin Kaufmann (Die Linke; Soziales und Wohnen), Raoul Schmidt-Lamontain (Die Grüne; Stadtentwicklung und Bau), Detlef Sittel (CDU, Ordnung und Sicherheit), Eva Jähnigen (Die Grünen; Umwelt und Kommunalwirtschaft), Dirk Hilbert (Oberbürgermeister), Annekatrin Klepsch (Die Linke; Kultur und Tourismus), Peter Lames (SPD; Finanzen, Personal und Recht).
Die Bürgermeister der Stadt Dresden: (v.l.) Kristin Kaufmann (Die Linke; Soziales und Wohnen), Raoul Schmidt-Lamontain (Die Grüne; Stadtentwicklung und Bau), Detlef Sittel (CDU, Ordnung und Sicherheit), Eva Jähnigen (Die Grünen; Umwelt und Kommunalwirtschaft), Dirk Hilbert (Oberbürgermeister), Annekatrin Klepsch (Die Linke; Kultur und Tourismus), Peter Lames (SPD; Finanzen, Personal und Recht).

© Sven Ellger

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) muss warten. Die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit wollte gestern nicht darüber abstimmen, wer der erste Stellvertreter des Rathauschefs wird. Sie beschloss, die Entscheidung zu vertagen. Hilbert hatte sich Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) gewünscht. Die Mehrheitsfraktionen wollen allerdings noch einmal persönlich mit dem OB über den Posten sprechen. Hilbert reagierte mit Unverständnis auf die Vertagung. Seit drei Wochen sei bekannt, wen er favorisiere. Bis zum Mittwoch hätte aber niemand von Rot-Grün-Rot das Gespräch mit ihm gesucht. „Wir haben andere Sachen zu klären, als uns in solchen Spielchen aufzulösen“, sagte Hilbert. Linken-Fraktionschef André Schollbach machte deutlich, dass es gestern keine Mehrheit für Sittel geben würde, sollte die Abstimmung doch stattfinden. Offen ließ Schollbach, ob die Stadtratsmehrheit einen eigenen Stellvertreter-Kandidaten ins Spiel bringen möchte. Er sprach von einem gemeinsamen Termin nächste Woche.

Die CDU hatte am Dienstag bereits deutlich gemacht, dass sie an Sittel festhält. Als zweiten Stellvertreter hat Dirk Hilbert die Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke) vorgeschlagen. (SZ/sr)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 9 Kommentare

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  1. Gast

    Schollbach ist der neue Zastrow.

  2. tschle

    Schollbach weiß die Macht zu gebrauchen die Zastrow nie hatte. Das geht leider zu Lasten Dresdens aber auch das wird vorübergehen.

  3. Renate

    Was bildet sich dieser Minderheitenstadtrat überhaupt ein. So wollen Sie die mündigen Bürger erpressen? Gängelung und Missachtung der Bevplkerung ist doch bestimmt ein Straftatbestand?! Unerhört

  4. nonmigrant

    Schollbach beschädigt offensichtlich weiterhin mit seinem konfliktorientierten Auftritten sein gesamtes Umfeld.

  5. Dieter

    Wie in der DDR zählt nicht fachliche Kompetenz für die Berufung in ein Amt, sondern man muss nur in der richtigen Partei sein, um einen Posten zu ergattern. Dieses unwürdige Geschachere schadet Dresden und die sogenannte Demokratie ist nur noch Parteiengezänk. Wählen ist sinnlos, denn egal, wer gerade an der Macht ist, Dresden ist denen wurschtegal.

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