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Altenberg Dienstag, 01.01.2013

Lokalmatadoren starten beim Weltcup

Großen Sport gibt es am Wochenende zu sehen. Für den Eiskanal ist das ein ganz besonderes Ereignis.

Von Mandy Schaks

Francesco Friedrich vom SC Oberbärenburg ist heiß auf seinen Heimweltcup an diesem Wochenende im Altenberger Eiskanal. Der Lokalmatador wurde erst Doppel-Juniorenweltmeister. Archivfoto: Daniel Förster
Francesco Friedrich vom SC Oberbärenburg ist heiß auf seinen Heimweltcup an diesem Wochenende im Altenberger Eiskanal. Der Lokalmatador wurde erst Doppel-Juniorenweltmeister. Archivfoto: Daniel Förster

Das neue Jahr beginnt gleich mit einem Paukenschlag im Osterzgebirge. Die Besten der Besten im Bob- und Skeletonsport der Welt geben sich wieder einmal im Kohlgrund die Ehre und fahren im Altenberger Eiskanal um Weltcup-Punkte. Rund 200 Bobsportler aus 18 Nationen und 50 Skeletonis aus 15 Nationen haben für die Rennen gemeldet. Darunter ist auch die Sachsen-Flotte, wie Bahn-Chef Matthias Benesch sagt. Das sind die amtierenden Europameister im Zweierbob Cathleen Martini und Thomas Florschütz sowie der frischgebackene Doppel-Juniorenweltmeister Francesco Friedrich. Der Bobpilot vom SC Oberbärenburg darf wie seine Klubkameradin Cathleen Martini darauf hoffen, dass ganz besonders viele Fans in den Kohlgrund kommen und ihre Lokalmatadoren lautstark bei ihren rasanten Fahrten unterstützen werden.

Zumal dieser Wettbewerb für die Region ein ganz besonderer ist. Die Experten vom Internationalen Bob- und Skeletonverband (FIBT) haben in den Statistiken herausgefunden, dass die Altenberger Bahn in diesen Tagen zugleich ein Jubiläum feiern kann. Die Rennschlitten- und Bobbahn wurde vor rund 25 Jahren offiziell eröffnet und ist damit der jüngste der vier Eiskanäle in Deutschland. Im November 1987 – also noch zu DDR-Zeiten – starteten erstmals Zweier- und Viererbobs aus 17 Nationen beim „AERO-Cup“ vor einer Rekord-Kulisse von 20.000 Zuschauern, wie FIBT-Pressemann Wolfgang Harder zu berichten weiß. Obgleich die Bahn noch relativ jung ist, wurde sie in den vergangenen Jahren mit Millionenaufwand mehrfach umgebaut und modernisiert. Vor allem galt es, den internationalen Standards gerecht zu werden, die Bahn sicherer zu machen und auch neue Wettkampfformen zu ermöglichen.

Auf eine große Besucherkulisse freuen sich natürlich auch bei diesem Weltcup Athleten wie Organisatoren. Am Freitag starten ab 9.30 Uhr die Damen im Zweierbob und ab 13.30 Uhr im Skeleton. Am Sonnabend sind ab 9 Uhr die Herren im Zweierbob an der Reihe und 13 Uhr im Skeleton. Die Viererbobs der Herren fahren am Sonntag ab 9.30 Uhr um den Sieg. Tickets kosten zwischen vier und acht Euro pro Wettkampftag.