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Montag, 25.09.2017 Fußball-Landesliga

Lößnitzer zerlegen Stahl Riesa

Die BSG hält bis zur Pause ein torloses Remis, kommt aber nach einer desolaten Vorstellung noch mit 0:7 unter die Räder.

© Symbolbild/Claudia Hübschmann

Lößnitz. Da hat es doch dem Riesaer Vereinsberichterstatter Erik Fischer glatt die Sprache verschlagen: „Mir fehlen die Worte, daher kann ich nach einer derart desolaten Vorstellung keinen vernünftigen Text verfassen.“ Wenige Minuten zuvor hatte Schiedsrichter Matthias Leonhardt aus Pillnitz die Begegnung zwischen dem FC 1910 Lößnitz und der BSG Stahl Riesa abgepfiffen. In der ersten Halbzeit waren keine Tore gefallen, nach dem Seitentausch gleich mal sieben – allerdings ausnahmslos für die Gastgeber.

Die 170 Zuschauer im Stadion an der Talstraße kamen aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus. Tim Baumann (46., 67.), Philipp Hauck (48., 63.), Patrick Ströhle (80.), Marius Ehmig (83.) und Martin Sprunk (87.) trugen sich in die Torschützenliste ein. Selbst FCL-Trainer Rene Klingbeil dürfte in seiner langen Laufbahn (149 Zweitligaspiele) einen derart kuriosen Spielverlauf nur selten erlebt haben. Dabei war das junge Stahl-Team mit acht Zählern aus den ersten fünf Punktspielen ordentlich in diese Sechstliga-Saison gestartet. Doch die Partie in Lößnitz ähnelte einem Offenbarungseid und Stahl-Keeper Justin Hecht war am Ende der Leitragende.

Zech und Mörer verletzen sich

Zumindest Stürmer Jerome Wolf stellte sich nach der Pleite und nahm dann auch kein Blatt vor den Mund: „Wir haben am heutigen Tag Lehrgeld gezahlt und waren in allen Belangen völlig unterlegen. Vielleicht kommt die vor allem in dieser Höhe sehr schmerzliche Niederlage zum richtigen Zeitpunkt, damit alle aufwachen. Was wir in Lößnitz geboten haben, reicht so nicht aus.“

Als Entschuldigung können auf Riesaer Seite auch die beiden frühzeitigen Wechsel nicht herhalten. Franz-Josef Zech und Willy Christoph Mörer schieden in der 13. und 18. Minute mit Verletzungen aus. Bitter allemal für Trainer Daniel Küttner, aber mit Martin Magula, Jerome Wolf, Paul Kiontke oder Andre Köhler standen noch genügend erfahrene Riesaer Fußballer in Lößnitz auf dem Platz. (js)