Montag, 10.12.2012

Lichtermeer für abgebaggerte Dörfer

Dresden/Schleife. Mit Hunderten Kerzen wollen Greenpeace-Aktivisten am Dienstag in Schleife (Landkreis Görlitz) auf die Folgen des Braunkohleabbaus aufmerksam machen. In der ostsächsischen Gemeinde beginnt am selben Tag die Erörterung der etwa 650 Stellungnahmen zur Erweiterung des Tagebaus Nochten. Stromerzeugung aus Braunkohle vernichte Heimat und gefährde den Klimaschutz, teilte Greenpeace am Montag mit. Die Umweltorganisation fordert daher, das laufende Planverfahren in der Lausitz zu stoppen.

Der Energiekonzerns Vattenfall hatte 2006 den Antrag gestellt, in Nochten 300 Millionen Tonnen Kohle zusätzlich fördern zu dürfen. Sollte die Ausdehnung des Tagebaus genehmigt werden, droht etwa 1500 weiteren Einwohnern von Trebendorf und Schleife die Umsiedlung. Die Orte Mühlrose, Rohne und Mulkwitz würden komplett verschwinden. (dpa)

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