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Donnerstag, 03.01.2013

Letzte Aus-Vaart

Rafael und Sylvie van der Vaart gehörten zu den letzten Traumpaaren im Promizirkus. Nun knallten auf der Silvesterfeier offenbar nicht nur die Sektkorken.

Von Henry Berndt

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Fußballstar Rafael van der Vaart und seine Sylvie inszenierten sich bis zuletzt als glückliches Paar. Nach einem Eklat zu Silvester ist ihre Beziehung am Ende. Acht Jahre nach der Traumhochzeit in Weiß (Foto unten).Fotos: dpa (2)
Fußballstar Rafael van der Vaart und seine Sylvie inszenierten sich bis zuletzt als glückliches Paar. Nach einem Eklat zu Silvester ist ihre Beziehung am Ende. Acht Jahre nach der Traumhochzeit in Weiß (Foto unten).Fotos: dpa (2)
  • Fußballstar Rafael van der Vaart und seine Sylvie inszenierten sich bis zuletzt als glückliches Paar. Nach einem Eklat zu Silvester ist ihre Beziehung am Ende. Acht Jahre nach der Traumhochzeit in Weiß (Foto unten).Fotos: dpa (2)
    Fußballstar Rafael van der Vaart und seine Sylvie inszenierten sich bis zuletzt als glückliches Paar. Nach einem Eklat zu Silvester ist ihre Beziehung am Ende. Acht Jahre nach der Traumhochzeit in Weiß (Foto unten).Fotos: dpa (2)

Nichts hören, nichts sehen und fast nichts sagen. So startet Rafael van der Vaart, von Beruf Fußballprofi beim Hamburger SV, ins Jahr 2013. Für die aufgeregten Journalisten und Zaungäste am Trainingsgelände hat er nur ein knappes „Frohes neues Jahr“ übrig, bevor der 29-Jährige energisch unter den Mikrofonen hindurchtaucht und viele offene Fragen hinterlässt.

Das ist ungewöhnlich für jemanden, der sonst sein Leben auch abseits des Rasens stets medienwirksam vermarktet – vor allem die glitzernde Ehe mit seiner Frau Sylvie, ihrerseits bekannt aus Dieter Bohlens „Supertalent“ und vom Cover des Otto-Katalogs. Die beiden Niederländer waren quasi die deutschsprachigen Beckhams, posierten auf roten Teppichen und saßen gemeinsam auf dem „Wetten, dass..?“-Sofa.

Jetzt also erstmal Schweigen. Emotionslos spulte Rafael van der Vaart gestern knapp 90 Minuten lang das Training ab. Am Nachmittag ging der Flieger ins Winter-Trainingslager nach Abu Dhabi. Bis zum 10. Januar wird er sich vermutlich nicht mehr öffentlich äußern. Sollte auf dem Flughafen auch die „Bild“ verteilt worden sein, dann konnte sich der Fußballstar auf dem Weg in die Wüste gleich selbst noch einmal bewundern. „Eklat in der Silvesternacht“, titelte das Blatt gestern über ihn und seine Sylvie, und: „Ehe kaputt“.

„Wir sind die Schuldigen“

Das vermeintliche Traumpaar hat sich kurz nach dem Jahreswechsel nach acht Jahren Ehe getrennt, wie gestern Abend ihr Anwalt in Amsterdam bestätigte. Die Entscheidung hätten sie getroffen, „trotz der Tatsache, dass sie einander noch immer sehr lieben.“

„Ich bin unendlich traurig, dass es mit uns nicht geklappt hat“, war Rafael van der Vaart bereits in der „Bild“ zitiert worden. „Wir sind die Schuldigen. Allein Sylvie und ich haben es zu verantworten, dass unsere Ehe nicht funktioniert.“

Die 34-jährige Sylvie erklärte dem Blatt, dass sie sich auseinandergelebt hätten. „Es war ein schleichender Prozess, der einfach nicht aufzuhalten war.“ Ihr sechsjähriger Sohn Damian solle nicht unter der Trennung leiden.

Gekriselt haben soll es schon länger, heißt es. Nur an die Öffentlichkeit drang davon bisher nichts, im Gegenteil: Noch vor wenigen Tagen präsentierte Familie van der Vaart samt Sohn im Internet die perfekte Familienidylle mit Fotos vor dem Weihnachtsbaum auf Twitter und Facebook. „Ich hoffe, ihr seid alle schön am Feiern“, schrieb Sylvie am Silvesterabend unter ein Foto, das sie in enger Umarmung mit ihrem Ehemann und einer Freundin zeigt. Ihr Mann wünschte am Neujahrstag seinen Facebook-Fans ein „Jahr voller Glück und Freude“. In Hunderten von Kommentaren drückten die Besucher seiner Seite daraufhin aus, was sie wirklich bewegt: ein unwürdiges Ereignis aus der Silvesternacht. „Uh Raffa, was hast Du getan?????“, fragt ein Andreas. „Rafael du Idiot! Warum?“, schreibt ein Jörg.

Wut auf Facebook

Wie „Bild“ und „Hamburger Morgenpost“ schreiben, soll Rafael van der Vaart seine Frau bei einer Silvesterfeier in Anwesenheit von Gästen so stark geschlagen haben, dass sie zu Boden stürzte. „Das war eine große Dummheit von mir. Ich bin ein Idiot. Es tut mir sehr leid. Das hätte niemals passieren dürfen“, zitiert ihn die „Bild“. Sylvie soll ihm schon verziehen haben. Dennoch dürfte die gespenstige Szenerie das Aus besiegelt haben. Die Kommentare auf Facebook reichen von „Du Frauenschläger“ bis zu moralischen Hinweisen wie: „Es gibt keinen Grund, seine Hand gegen eine Frau zu heben!“ Nur wenige machen ihrem Idol Mut.

Sein Verein aber steht hinter ihm. „Wir sind da, um ihn und seine Familie zu unterstützen“, sagte gestern HSV-Sportchef Frank Arnesen. „Das machen wir mit allen Spielern, die Probleme haben – sei es bei Verletzungen oder Problemen anderer Art.“

Van der Vaart, der erst im August 2012 aus Madrid zum Hamburger SV zurückkehrte, soll nun nach seiner Rückkehr aus dem Trainingslager aus der 400-Quadratmeter-Wohnung im Stadtteil Eppendorf ausziehen und sich eine eigene Wohnung suchen, wie mehrere Medien berichteten.

Sylvie lenkte sich gestern mit einer Freundin in Hamburg ab. Erst bei einem Personal-Trainer, anschließend ging es zum Mittagessen zu einem Italiener. Fotos durften geschossen werden, aber auch sie schwieg eisern.

Die erste Promitrennung des Jahres dauerte nur wenige Stunden. Die Schlagzeilen darum werden jedoch vermutlich für Wochen nicht mehr abreißen.

Leser-Kommentare

Insgesamt 1 Kommentar

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  1. Campione2004

    Wow, gestern ist in China ein Sack Reis umgefallen. Das war wesentlich interessanter :-)

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