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Leisnig will Druck machen

Die Karl-Liebknecht-Straße soll keine Winterbaustelle werden. Monatelang lang hat sich dort in Sachen Stromkabelerneuerung nichts getan.

05.10.2017

ill Druck machen

© Symbolfoto: Dietmar Thomas

Leisnig. Einige Leisniger sind genervt, zumindest was das Großvorhaben des Energieversorgers Envia betrifft. Der ist seit mehr als einem Jahr dabei, in Leisnig und den Ortsteilen Nieder- und Mittelspannungsleitungen zu tauschen. Manchmal stehen Kraftfahrer unverhofft vor Vollsperrscheiben, so zum Beispiel auf der Georg-Friedrich-Händel-Straße passiert. Im Wohngebiet Sachsenplatz lagerte wochenlang Baumaterial, warteten Anwohner lange auf das Wiederherrichten der Außenanlagen. Die Arbeiten in der Karl-Liebknecht-Straße standen vor ungefähr einem Jahr schon einmal in der Kritik. Damals ging es unter anderem um ungenügend gesicherte offene Gräben. Jetzt gerät diese Straße wieder in den Fokus. „Die Erneuerung dort hat noch nicht begonnen“, sagte Bauamtsleiter Thomas Schröder den Stadträten. Roy Zaspel (CDU) erkundigte sich nach dem Arbeitsstand.

In der Karl-Liebknecht-Straße hatte die Baufirma voriges Jahr mit dem Tiefbau begonnen. Über den Winter wurden die Gräben verfüllt. „Seitdem hat sich außer kurz vor der Chemnitzer Straße nichts getan“, bestätigte Stadtrat René Quandt. Er wohnt an der Meline, nutzt die Liebknechtstraße häufig. Wie Schröder zusagte, will die Kommune darauf drängen, dass die Erneuerungen dort noch 2017 abgeschlossen werden. „Wir wollen nicht, dass Anwohner und Winterdienst ein zweites Jahr mit einer ungebundenen Decke klarkommen müssen“, so Schröder.

Nach seinen Angaben sind die Leitungen zwischen Karl-Liebknecht-Straße und der Verteilerstation an der Chemnitzer Straße (nähe Tankstelle) indes verlegt. Nun fehlen noch die Hausanschlüsse. Für den Bereich Lönsstraße bis Eintracht sei ein neues Trafohäuschen gebaut worden. Der Fußweg wird als Tiefbord hergerichtet, der überfahren werden darf. Dann, so stellte Schröder in Aussicht, gingen die Leitungsverlegungen 2018 in der Weststadt (unter anderem Ziegel- und Gorschmitzer Gasse) weiter. „Die Dauer dieser Sanierungen ist gewaltig“, findet Zaspel. Er bat darum, dass die Räte über die Arbeiten weiter informiert werden. (DA/sig)