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Dienstag, 08.01.2013

Leipziger Solarfirma will sich von Taiwanesen trennen

Bei Solarion in Leipzig ist zurzeit dicke Luft – zumindest laut Medienberichten. Demnach will der Solarmodulhersteller sich sogar von seinem taiwanesischen Investor Walsin Lihwa trennen.

Leipzig. Bei Solarion in Leipzig ist zurzeit dicke Luft – zumindest laut Medienberichten. Demnach will der Solarmodulhersteller sich sogar von seinem taiwanesischen Investor Walsin Lihwa trennen. Bei einer außerordentlichen Hauptversammlung solle der 49-Prozent-Anteil der Ally Energy, einer Tochtergesellschaft von Walsin Lihwa, zwangsweise eingezogen und das Grundkapital herabgesetzt werden, berichtet das Wirtschaftsmagazin „Capital“. Ein Solarion-Sprecher wollte sich zu dem Vorgang nicht äußern.

Das Unternehmen hat im Bundesanzeiger eine Einladung zur außerordentlichen Hauptversammlung für den 12. Februar veröffentlicht. Demnach soll Ally Energy durch „Zwangseinziehung aus wichtigem Grund“ aus dem Unternehmen ausgeschlossen werden. Konkret sollen knapp 2,9 Millionen Stückaktien eingezogen und das Grundkapital entsprechend heruntergesetzt werden.

Warum die Solarion AG zu diesem sehr selten angewendeten Mittel greift, war aus dem Unternehmen nicht zu erfahren. Laut „Capital“ Online gibt es Streit wegen der Verletzung von Technologie-Abkommen. Die Taiwanesen waren mit 40 Millionen Euro bei Solarion eingestiegen. 20 Millionen Euro Fördermittel kamen von der öffentlichen Hand. Seit 2011 produziert Solarion Dünnschichtsolarzellen und -module in seiner Produktionsstätte in Zwenkau bei Leipzig. Das Unternehmen ist eine Ausgründung aus dem Leipziger Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung. (dpa)

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