erweiterte Suche
Donnerstag, 05.10.2017

Leicht erhöhte Radioaktivität in Görlitz gemessen

Ruthenium-106 wird demnach unter anderem für die Krebstherapie und in der Stromversorgung von Satelliten eingesetzt.

Symbolfoto
Symbolfoto

© SZ/Jürgen Lösel

Görlitz. In Görlitz sind leicht erhöhte Radioaktivitätswerte gemessen worden. Spuren des Stoffes Ruthenium-106 (Ru-106) seien festgestellt worden, teilte das Bundesamts für Strahlenschutz am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit. Es gebe aber keinerlei Gesundheitsgefahr.

Die Ursache für die erhöhten Radioaktivitätswerte an mehreren europäischen Messstellen ist weiterhin unbekannt. „Wo das herkommt, können wir noch nicht sagen“, sagte ein Sprecher. Möglich seien Quellen im Bereich Ukraine oder Südrussland. Am Vortag hatte das Amt mitgeteilt, dass in mehreren Orten in Europa in den vergangenen Tagen geringe Mengen an Ruthenium-106 gemessen worden seien. Betroffen war unter anderem Österreich, aber nicht Deutschland. Ein Unfall in einem Atomkraftwerk sei als Ursache ausgeschlossen. Ruthenium-106 wird demnach unter anderem für die Krebstherapie und in der Stromversorgung von Satelliten eingesetzt. (dpa)