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Dienstag, 23.06.2015

Lebensgefährlicher Geocaching-Punkt von Brücke über Bahretal entfernt

An einem Autobahnzubringer der A17 über dem Bahretal entfernt ein Industriekletterer einen Geocaching -Punkt - in 35 Metern Höhe.
An einem Autobahnzubringer der A17 über dem Bahretal entfernt ein Industriekletterer einen Geocaching -Punkt - in 35 Metern Höhe.

© Egbert Kamprath

Pirna. Ungewöhnlicher Einsatz für das sächsische Landesamt für Straßenbau und Verkehr am Dienstagvormittag südlich von Pirna: Die Behörde ließ einen Geocaching-Punkt entfernen, der unter einer rund 35 Meter hohen Straßenbrücke klebte.

Die Stahltrog-Brücke ist Teil des Autobahnzubringers von Cotta zur A 17 und überspannt das Bahretal. Die Geocaching-Kapsel war mit einem Magneten unter der Brücke befestigt und nur erreichbar, indem man sich von oben abseilt. Laut dem Logbuch in einer kleinen Plasteschachtel hatten diese lebensmüde Aktion schon etwa 15 Geocacher, meist im Schutz der Dunkelheit, gewagt.

Um die Kapsel zu entfernen, musste eigens der Pirnaer Ronald Reichelt von der Firma Industrieklettern Sachsen angefordert werden. Er seilte sich ab, um die angebrachte Plastikschachtel zu entfernen und damit künftige gefährliche Klettertouren zu unterbinden.

Irrsinn am Autobahnzubringer

Geocaching ist eine Art moderner Schnitzeljagd. Die „Cacher“ verstecken irgendwo in der Landschaft kleine Schatzkästlein, die andere dann mithilfe von GPS-Koordinaten versuchen zu finden. Das Erreichen spektakulärer Verstecke wie jenem unter der Bahretal-Brücke bringt besondere Anerkennung in der Geocacher-Szene.

Übrigens: Wer auch nach dem Verlust dieses spektakulären Anlaufpunktes in und um Pirna weiter geocachen möchte, findet dazu im Netz vom heimischen Tourismusverband ausgewiesene Routen. (SZ/ce/ek)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 41 Kommentare

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  1. SaschaVIE

    Hoffentlich hat Herr Reichel den Punkt geloggt. Wäre ja schade... ;) Sascha

  2. Hefti

    Kann das Amt bitte mal das Logbuch veröffentlichen?

  3. BF2K

    Lebensgefahr? Autofahren ist auch lebensgefährlich. Da ist man, im Gegensatz zu hier, sogar noch dem Unvermögen anderer ausgesetzt.

  4. Hr. Ernst

    Genauso wie dieser Herr es beruflich und sicher tut, gibt es Geocacher die genauso sicher klettern können ohne lebensmüde zu sein, um diesen Geocache zu erreichen. Das Risiko, um diesen Geocache zu heben ist bekannt und steht in der Beschreibung. Man merkt das der Redakteur keine Ahnung von der Hobbysportart Geocaching hat. Es gibt viele andere Hobbys, die gefährlich sind, wie Skitourengehen, Freeclimbing, Bungee-Junping etc, aber diese Menschen stellt die Presse ins positive Licht. Schnitzeljagd hört sich nach Kinderkram an und Kinder müssen ja bevormundet und eingeschränkt werden. Hier sind aber Erwachsene am Werk, die wissen was sie tun, genauso wie andere Extremsportler. Geocaching ist eine Hobbysportart für alle Menschen, von Kleinkindern bis Extremsportler. Die Geocaches liegen überall, wo Menschen hinkommen, auch an so seltsamen Punkten wie unter dieser Brücke.

  5. Friend of Hefti

    Ich hätte es umsonst gemacht!

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