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Görlitz Dienstag, 13.11.2012

Landskron braut ein Edelbier

Das neue Getränk wird mit schottischem Whisky-Malz gebraut. Nun ist es erhältlich – zu stolzem Preis und streng limitiert.

Von Tobias Hoeflich

Bernsteinfarben schimmert es durchs Glas. Schäumt wie Bier, duftet dezent nach Whisky. „08/15 kann jeder“, sagt Katrin Bartsch, Geschäftsführerin der Landskron-Brauerei. „Wir bieten aber etwas Besonderes.“ Schon Etikett und Flaschenform lassen erkennen: Hier wird kein Pils, kein Kellerbier serviert. Sondern „Whisky-Malz“, die neuste Kreation aus der Görlitzer Brauerei. Seit einigen Tagen ist es in deren Internetshop erhältlich, auch bei ausgewählten Getränkehändlern und Gastronomen gibt es das Bier mittlerweile.

Die Vorgeschichte aber geht zurück bis in den Jahresanfang. Da packte Braumeister Matthias Grall die Lust auf etwas Neues. Lange hat er an der Rezeptur getüftelt, an Malzmischung und Hopfenmenge gefeilt. „Schwieriger war eher, die Zutaten zu bekommen“, sagt er. Nur dank guter Kontakte fand Grall einen Kollegen in Schottland, der ihm Whisky-Malz verkaufte – etwa zehnmal so teuer wie herkömmliches Malz. „Basis ist auch dafür Gerste“, erklärt der Braumeister. Die wird nach dem Keimen aber nicht normal getrocknet – sondern über offenem Torffeuer. „Das gibt dann diese rauchige Note, diesen typischen Whiskygeschmack.“

Bis auf das Malz sind die Zutaten jedoch regionale Produkte, betont Katrin Bartsch. Und: alles Handarbeit. Vom Abfüllen bis zur Etikettierung. „Damit wollen wir dem Manufaktur-Charakter der Brauerei gerecht werden.“ Zunächst ist die erste Auflage limitiert auf 15000 Flaschen. Läuft das Geschäft gut, wird weiter produziert. „Doch das dauert“, gibt Braumeister Grall zu bedenken. Über drei Monate lagert und reift das Gourmetbier, normales Pils nur etwa einen Monat. Und Qualität hat ihren Preis: Mit knapp acht Euro ist die 0,75-Literflasche kein Schnäppchen. „Klasse vor Masse“, findet Katrin Bartsch und betont: „Dieses Bier ist schließlich für besondere Anlässe gedacht.“