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Dienstag, 26.09.2017

Lässige Jazzigkeiten

Die Jazztage Dresden sind in diesem Jahr an Glamour und Beschwingtheit kaum zu überbieten.

Von Tom Vörös

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Tom Gaebel ist der „Mr. Swing“ der Jazztage Dresden. Der fünffache Jazz-Award-Gewinner begeistert ein Millionenpublikum, wo immer er mit seinem zwölfköpfigen Orchester auftaucht. Am 12.11., 16 Uhr, kommt der „Crooner aus Köln“ mit „So good to be me – James Bond & more“ ins Dresdner Erlwein Capitol.Foto: Christoph Kassette/PR
Tom Gaebel ist der „Mr. Swing“ der Jazztage Dresden. Der fünffache Jazz-Award-Gewinner begeistert ein Millionenpublikum, wo immer er mit seinem zwölfköpfigen Orchester auftaucht. Am 12.11., 16 Uhr, kommt der „Crooner aus Köln“ mit „So good to be me – James Bond & more“ ins Dresdner Erlwein Capitol.Foto: Christoph Kassette/PR
  • Tom Gaebel ist der „Mr. Swing“ der Jazztage Dresden. Der fünffache Jazz-Award-Gewinner begeistert ein Millionenpublikum, wo immer er mit seinem zwölfköpfigen Orchester auftaucht. Am 12.11., 16 Uhr, kommt der „Crooner aus Köln“ mit „So good to be me – James Bond & more“ ins Dresdner Erlwein Capitol.Foto: Christoph Kassette/PR
    Tom Gaebel ist der „Mr. Swing“ der Jazztage Dresden. Der fünffache Jazz-Award-Gewinner begeistert ein Millionenpublikum, wo immer er mit seinem zwölfköpfigen Orchester auftaucht. Am 12.11., 16 Uhr, kommt der „Crooner aus Köln“ mit „So good to be me – James Bond & more“ ins Dresdner Erlwein Capitol.Foto: Christoph Kassette/PR
  • Die Puppini Sisters erreichten mit ihrem Vintage-Swing-Pop bereits Platin-Status.Foto: PR
    Die Puppini Sisters erreichten mit ihrem Vintage-Swing-Pop bereits Platin-Status.Foto: PR
  • Weltstar Curtis Stigers kommt mit dem Programm „The Las Vegas Show“.Foto: M. Chavez/PR
    Weltstar Curtis Stigers kommt mit dem Programm „The Las Vegas Show“.Foto: M. Chavez/PR

Mit enormem Schwung in der Hüfte würden die kommenden Helden der Jazztage Dresden wohl am liebsten sofort die Bühne betreten. Doch sie wissen, dass gerade der graue November ihr ganzes Können erfordert, um ihr jazzfreudiges Publikum zu begeistern.

Bevor allerdings der Jazzhöhepunkt des Jahres erreicht wird, gilt es, quasi als atemberaubender Aperitif, sich einer ganz besonderen Künstlerin zu erfreuen: Die Weltklasse-Pianistin Hiromi – Titelstar der Jazztage 2015 – kommt am 14.10., 20 Uhr gemeinsam mit dem Harfenisten Edmar Castaneda zum Sonderkonzert ins Gebäudeensemble Deutsche Werkstätten Hellerau. Die Ausnahmepianistin war bereits 2015 mit dem Trio Project mit Simon Phillips an den Drums und Anthony Jackson am Bass im ausverkauften Erlwein Capitol zu Gast. Jetzt tat sich eine Lücke im Tourplan auf – Glück für die Jazztage, die das Festival nun mit Hiromi auf außergewöhnliche Art einläuten können.

Weitere Starsund natürlich: der Swing

Die Liste der Jazztage-Weltstars beeindruckt auch in diesem Jahr. Darauf vermerkt ist u.a. Chick Corea, einer der Gründerväter des Jazzrock und des Fu-sion-Stils und Gewinner von unglaublichen 22 Grammy Awards. Er war an mehreren stilprägenden Alben mit seinem Klavierspiel beteiligt: 1968 ersetzte er Herbie Hancock in der virtuosen Band der Jazz-Ikone Miles Davis und wirkte auf dessen Alben mit. Nach der Bandauflösung machte Corea mit Fusion-Projekten auf sich aufmerksam und ging u.a. zusammen mit Herbie Hancock auf Duett-Tour. Seine innovative Schaffenskraft hält auch heute noch an: Seit der Jahrtausendwende hat er 12 Soloalben herausgebracht. Marcus Miller geht hingegen, zumindest tonal, mehr in die Tiefe. Denn er ist einer der bekanntesten Bassgitarristen. Jeder seiner Auftritte ist ein kleines Weltereignis zwischen Funk, Soul und dem heutigen Jazz. Als Produzent, Multiinstrumentalist und unkonventioneller Komponist hat er mit den ganz Großen gearbeitet. Und dann wäre da noch der charmante Curtis Stigers. Der kann zwar auch Songs schreiben und Saxofon spielen. Doch vor allem mit seiner Singstimme, Hits wie „I wonder why“ oder Klassikern wie „Fly me tot he moon“ hat er schon so manch ehrbare Hausfrau aus ihrem Winterschlaf geweckt.

Wer’s noch einen Hauch schwungvoller mag, schwingt sich am besten gleich zu Tom Gaebel, zu den Puppini Sisters, zu Roby Lakatos, dem König der Zigeunergeiger, zum Chef-Gypsy-Swinger Joscho Stephan mit Trio oder gleich zum Tanz beim Swing Band Ball.

Service:

Was: Jazztage Dresden

Wann: 2. bis 26. November

Wo: versch. Spielorte in & um Dresden

Tickets: ab 7 Euro

Hotline: 01806 700 733

Internet: www.jazztage-dresden.de

Konzerthighlights

14.10.: Hiromi Duet | 7.11.: Marcus Miller | 9.11.: Curtis Stigers |12.11.: Tom Gaebel | 18.11.: Roby Lakatos | 19.11.: Puppini Sisters |

Wir vergeben je zweimal eine Freikarte für das Konzert 14.10. Hiromi Duet – über verlosung@augusto-magazin.de. Die Gewinner werden am Freitag ab 12 Uhr per E-Mail benachrichtigt.