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Donnerstag, 18.05.2017

Zwei Heimspiele mit Gänsehautfaktor

Zum ersten Mal füllen Silbermond in diesem Jahr zwei Mal das Elbufer. Stefanie Kloß und Andreas Nowak über leichtes Gepäck und Roland Kaiser.

Im August geht der Silbermond wieder über dem Elbufer auf.
Im August geht der Silbermond wieder über dem Elbufer auf.

© Harald Hoffmann

Erinnert ihr euch noch an 2012, euer erstes Konzert am Elbufer?

Stefanie: Das war schon sehr krass. Meine Mutter war mit mir aufgeregt, und mir war kurz vor dem Auftritt so übel. Und an diesem Abend wurde auch noch eine Live-DVD aufgezeichnet. Ich wollte am liebsten nach Hause. Auf der Bühne war die Aufregung dann aber mit einem Schlag weg.

Ist das Elbufer heute immer noch etwas Besonderes für euch?

Andreas: Auf jeden Fall. Es ist eine der schönsten Kulissen, das sagen uns auch immer wieder andere Musiker. Für uns ist es schon deswegen besonders, weil auch unsere Omas, Opas, Cousins und Onkels vor der Bühne stehen.

Stefanie: Für uns als Bautzner ist das ein Heimspiel. Da gibt es keinen Gewöhnungseffekt. Meine Schwester da unten vor der Bühne zu sehen, das macht mich bei einigen Songs schon sehr emotional. Und meine Eltern sind stolz, dass wir dieses Mal sogar zwei Mal hier sein dürfen. Wir haben neulich mal Roland Kaiser getroffen. Er sagte: „Hey, ihr spielt ja jetzt zwei Mal am Elbufer.“ Und wir haben geantwortet: „So weit wie du sind wir noch nicht ganz. Aber wir arbeiten dran.“

Auch am Lampenfieber?

Andreas: Das wollen wir gar nicht verlieren. Lampenfieber hört sich so nach einer chronischen Krankheit an. Dabei ist das eine gute Anspannung, die Energie freisetzt.

Reist ihr denn wirklich mit „Leichtem Gepäck“ an, wie es der Titel eures Albums verspricht?

Andreas: Der Tourbus ist voll wie immer. Da ist einiges an Technik drin. Wir wollen den Leuten ja auch eine gute Show bieten, auch wenn die Technik natürlich nicht im Vordergrund stehen soll.

Stefanie: Anderes Gepäck haben wir aber schon abgeworfen. Wenn du das jahrelang mit dir rumschleppst, tut dir irgendwann der Rücken weh. So war das auch bei uns. Und dann musst du dich entscheiden, was du willst. Diesmal haben wir genau überlegt, was wir wieder in unseren Rucksack reinpacken.

Auf jeden Fall eine ganze Reihe ungewohnt persönlicher Lieder ...

Stefanie: Das ging nur so. Die einzige Alternative wäre gewesen, die Band aufzulösen. Wir mussten da an uns denken. Dieser positive Egoismus war wichtig. Es hätte niemandem etwas gebracht, eine Platte für die Fans zu machen. Letztlich stehen wir mit unserem Namen dafür.

Wie haben die Fans reagiert?

Andreas: Wir haben bewusst ganz viele Lieder der neuen Platte ins Konzert gepackt. Und die Leute haben zugehört, auch wenn viele vielleicht auf „Das Beste“ oder „Symphonie“ gewartet haben. Das war uns sehr wichtig.

Könnten in diesem August auch schon ganz neue Songs zu hören sein?

Andreas: Ja, vielleicht ein paar neue Nummern. Wir sind da aber noch am Proben und Probieren.

Stefanie: Wobei das ja eher untypisch für uns wäre, was zu bringen, ohne vorher im Studio gewesen zu sein. Lasst euch überraschen!

Und nächstes Jahr dann drei Mal hintereinander das Elbufer?

Stefanie: (lacht) Vielleicht entspannen wir auch mal. Bislang ist der Kalender leer.

Das Interview führte Henry Berndt.

Für das Konzert von Silbermond am 25. August am Elbufer gibt es noch Tickets unter www.sz-ticketservice.de

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