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Donnerstag, 28.01.2016

Wundermedizin Cannabis?

Eine 3sat-Doku spürt der Legende eines Kanadiers nach, der Cannabisöl als Heilmittel gegen Krebs entdeckt haben will.

Von Jörg Marschner

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Cannabis-Pflanzen auf einer Plantage in Safed (Israel).
Cannabis-Pflanzen auf einer Plantage in Safed (Israel).

© dpa

  • Cannabis-Pflanzen auf einer Plantage in Safed (Israel).
    Cannabis-Pflanzen auf einer Plantage in Safed (Israel).
  • Die an Brustkrebs erkrankte Israelin Natalie Yudkovsky hat ihre Chemotherapie abgebrochen. Mit Cannabis fühle sie sich besser, behauptet sie.
    Die an Brustkrebs erkrankte Israelin Natalie Yudkovsky hat ihre Chemotherapie abgebrochen. Mit Cannabis fühle sie sich besser, behauptet sie.

Der Kanadier Rick Simpson muss ein berühmter Mann sein. Googelt man seinen Namen, ergänzt mit dem Stichwort Cannabis, kommen in Sekundenschnelle „ungefähr 459 000 Ergebnisse“. Simpson bekam nach eigenen Aussagen Hautkrebs, heilte ihn mit Cannabisöl, baute daraufhin selbst Hanf an, stellte das Öl her und verschenkte es an jeden, der es haben wollte. Immer mehr Krebskranke seien zu ihm gekommen, selbst einige Austherapierte im Endstadium habe er geheilt. In seiner Heimat stand er allerdings mehrfach wegen illegalen Drogenbesitzes vor Gericht. Seit über zehn Jahren reist Simpson nun um die Welt und wirbt als Cannabis-Aktivist für seine Wunderdroge.

Was an diesen Heilsgeschichten dran ist, will die Wissenschaftsdoku „Cannabis gegen Krebs“ klären. Nach einer langen Reise zu Patienten und Wissenschaftlern in Deutschland, Kroatien, Italien und Israel ist die Antwort ernüchternd: Die Filmemacher spüren niemanden auf, der mit Cannabis vom Krebs wirklich geheilt wurde. Aber sie finden Patienten, die dank Cannabis besser mit dieser Krankheit leben können, so wie Renate Lenz aus Bayern und Natalie Yudkovsky aus Israel.

Und vor allem finden sie Forscher mit erstaunlichen Ergebnissen. An der Uni Rostock hat Burkhard Hinz im Laborversuch nachgewiesen, dass einer der über hundert Cannabiswirkstoffe Krebszellen zum Platzen bringt und die Metastasenbildung behindert. Der Spanier Manuel Guzman hat neun austherapierte Krebspatienten mit dem Wirkstoff CBD behandelt; der habe „zumindest bei einigen tumorbekämpfende Wirkung“. Und an der TU Haifa in Israel wurden zehn verschiedene Krebsarten mit zehn verschiedenen Cannabis-Wirkstoffen behandelt – das Ergebnis: Manche wirken, manche nicht. Warum das so ist, soll nun erforscht werden. Eher wird es kein Heilmittel geben, sagt ein Wissenschaftler.

Die spannende Doku dürfte der nachfolgenden Gesprächsrunde mit Gert Scobel viel Stoff bieten.

„Cannabis gegen Krebs“, 20.15 Uhr, 3sat

Leser-Kommentare

Insgesamt 2 Kommentare

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  1. Michelle tommy

    Mein Vater war von Hirntumoren März 2015 diagnostiziert und seitdem haben wir Chemotherapie 3 mal gemacht, aber der Krebs immer wiederkommen . Vor einigen Monaten habe ich von Cannabisöl und seine heilende Wirkung und ich stammen die Cannabisöl aus Australien und mein Vater begann die Behandlung sofort mit dem Cannabisöl, nach dem Cannabisöl für die Behandlung in der vereinbarten Zeit verschreiben mit von Rick gab es insgesamt Heilung und, wie ich jetzt kann mein Vater schreiben zu Fuß rund um das Haus, indem er sich ohne Unterstützung von niemandem und gehen wann immer er will. Grüße, Michelle.

  2. Susan Gunter

    Mein Vater war von Hirntumoren März 2015 diagnostiziert und seitdem haben wir Chemotherapie 3 mal gemacht, aber der Krebs immer wiederkommen . Vor einigen Monaten habe ich von Cannabisöl und seine heilende Wirkung und ich stammen die Cannabisöl aus Australien (Ricksimpsonmedicaloil@outlook.com) und mein Vater begann die Behandlung sofort mit dem Cannabisöl, nach dem Cannabisöl für die Behandlung in der vereinbarten Zeit verschreiben mit von Rick gab es insgesamt Heilung und, wie ich jetzt kann mein Vater schreiben zu Fuß rund um das Haus, indem er sich ohne Unterstützung von niemandem und gehen wann immer er will. Grüße, Susan Gunter

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