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Sonntag, 19.10.2014

Viel Beifall für das „Schlaue Füchslein“ in der Semperoper

 Zu Beginn und am Ende des Stückes präsentierte die Semperoper diesen vierbeinigen Darsteller.
Zu Beginn und am Ende des Stückes präsentierte die Semperoper diesen vierbeinigen Darsteller.

© dpa

Dresden. Auch ein echter Fuchs spielte mit: Die Semperoper Dresden hat am Samstagabend ihre Reihe mit Werken tschechischer Komponisten fortgesetzt und „Das schlaue Füchslein“ von Leoš Janácek (1854-1928) gezeigt. Das Premierenpublikum dankte Solisten, Chor und der Staatskapelle unter Leitung von Tomáš Netopil mit Bravo-Rufen und viel Beifall. Zu Beginn und am Ende des Stückes präsentierte die Semperoper einen vierbeinigen Darsteller: „Füchslein“ - so der Name des Tieres - kam als Findelkind ins Wildgehege Moritzburg und nahm den Schlussapplaus auf den Armen seines Pflegers entgegen.

Regisseur Frank Hilbrich erzählt die Geschichte vom Förster (Sergei Leiferkus) und seinem Füchslein nicht als klassisches Märchen. In seiner Version geht es mitunter recht rustikal zur Sache, beispielsweise wenn der als Hühnerhaufen auftretende Frauenchor vom Fuchs massakriert wird. Die amerikanische Sopranistin Vanessa Goikoetxea erwies sich mit ihrem expressiven Spiel und auch stimmlich als ideales Füchslein. Viel Zustimmung gab es außerdem für die Kostüme von Gabriele Rupprecht. Auch das Inszenierungsteam wurde einhellig bejubelt - in Dresden hat das durchaus Seltenheitswert.

Janáceks „Füchslein“ war die erste Premiere der Saison auf der großen Bühne der Semperoper. Insgesamt hat sie 11 Neuinszenierungen im Programm. 2015 feiert man in Dresden einen besonderen Geburtstag. Das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Opernhaus war am 13. Februar 1985 mit einer „Freischütz“-Inszenierung wiedereröffnet worden. (dpa)

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