Dienstag, 26.02.2013

Semperoper huldigt Richard Strauss

Richard Strauss gilt an der Semperoper als „Hausgott“, genau wie Richard Wagner. Beide ließen mehrere ihrer Opern hier uraufführen. Deshalb wird ihr musikalisches Erbe bis heute besonders gepflegt.

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Dresden. Auf Wagner folgt Strauss: Die Semperoper Dresden will Strauss zu seinem 150. Geburtstag 2014 feiern und blickt dabei auch auf frühe Werke des Komponisten zurück. Die Opern „Guntram“ und „Feuersnot“ werden konzertant beziehungsweise halbszenisch aufgeführt, wie die Sächsische Staatsoper am Dienstag mitteilte. Außerdem gibt es eine Neuinszenierung der „Elektra“. Richard Strauss (1864-1949) war Dresden eng verbunden und ließ neun seiner 15 Opern hier uraufführen, darunter „Salome“, „Elektra“ und „Der Rosenkavalier“.

In diesem Jahr ist Richard Wagner Jubilar, die Semperoper würdigt den früheren Dresdner Hofkapellmeister unter anderem mit einer Neuinszenierung des „Fliegenden Holländers“ (15. Juni), der 1843 in Dresden Uraufführung hatte.

Insgesamt kündigte die Semperoper 14 Premieren an. Chefdirigent Thielemann leitet neben der „Elektra“ auch die Aufführung der Verdi-Oper „Simon Boccanegra“. Er wolle etwas fortsetzen, was er schon zu seiner Zeit an der Deutschen Oper in Berlin begann - sich wieder mehr den Italienern widmen, sagte Thielemann. Aber auch Strauss und Wagner kämen künftig nicht zu kurz. Den „Rosenkavalier“ erklärte Thielemann zur Chefsache. Da will er bei allen Aufführungen selbst am Pult stehen. Bereits an diesem Samstag leitet Thielemann - seit dieser Spielzeit Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden - die Premiere der Puccini-Oper „Manon Lescaut“.

Die erste Premiere der neuen Spielzeit kommt am 13. September als Koproduktion mit dem Staatsschauspiel Dresden heraus - „King Arthur“ von Henry Purcell. In dem Stück wirken im Schauspielhaus neben Musikern und Sängern auch Schauspieler und Tänzer mit. Weitere Neuinszenierungen sind „Carmen“ von Georges Bizet, die musikalische Komödie „Moskau, Tscherjomuschki“ von Dmitri Schostakowitsch, Mozarts „Cosi fan tutte“ und die Barockoper „L’impresario delle Canarie“, für welche die Italienerin Lucia Ronchetti ein zeitgenössisches Zwischenspiel schreibt. Außerdem kommt Abenteuer-Schriftsteller Karl May auf die Opernbühne: Das Stück „Karl May, Raum der Wahrheit“ von Manos Tsangris hat am 20. Juni Uraufführung.

Das Ballett bereitet drei neue Produktionen vor, darunter das Stück „Legenden - Hommage an Richard Strauss“. In der „Jungen Szene“ ist das musikalische Märchen „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ zu sehen.

Eine Nachfolge für die im Sommer 2012 gestorbene Semperoper-Intendantin Ulrike Hessler gibt es noch nicht. Damit ist eine Findungskommission betraut. Bis auf weiteres führt der Kaufmännische Direktor Wolfgang Rothe die Geschäfte. Nach seinen Angaben hatte die Oper im vergangenen Jahr eine Auslastung von 90,7 Prozent, etwas weniger als im Jahr zuvor (91,7 Prozent). (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 1 Kommentar

  1. Dr. med. Günter Voigt

    Den Artikel "Schöner wohnen in der Genossenschaft " kann ich als Nichtmitglied nicht lesen. Aber was da als Eingangsbild auf Ihrer Webseite zu sehen ist - das entspricht schlichtester plebejischer DDR-Einrichtung mit geschmacklosen Westmöbeln. Das mag dem einen oder anderen Leser im ersten Moment gefallen. Nur wie will man sich da dauerhaft wohlfühlen und seinen Lebensabend verbringen? Null Individualität. Das könnte das Parteiorgan der SED in Sachsen so als Aufmacher eingestellt haben...

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