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Mittwoch, 18.10.2017

Offener Brief kritisiert Buchmesse

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Auch Uwe Tellkamp hat die „Charta 2017“ unterschrieben.
Auch Uwe Tellkamp hat die „Charta 2017“ unterschrieben.

© Christian Juppe

Dresden. Nach den Angriffen gegen rechte Verlage auf der Frankfurter Buchmesse erheben Autoren, Publizisten und Buchhändler aus Dresden und anderen Städten schwere Vorwürfe gegen den Börsenverein des Deutschen Buchhandels.

In dem Appell „Charta 2017“, initiiert von der Buchhändlerin Susanne Dagen vom Dresdner Kulturhaus Loschwitz, heißt es: „Wenn ein Branchen-Dachverband ... darüber befindet, was als Meinung innerhalb des Gesinnungskorridors akzeptiert wird und was nicht, wenn gar zu ,aktiver Auseinandersetzung‘ mit missliebigen Verlagen unter Nennung ihrer Standnummer aufgerufen wird und diese dann im ,Kampf gegen Rechts‘ beschädigt und ausgeräumt werden – dann ist unsere Gesellschaft nicht mehr weit von einer Gesinnungsdiktatur entfernt.“

Als Unterzeichner der Charta werden die Dresdner Schriftsteller Uwe Tellkamp und Jörg Bernig sowie der ehemalige Stadtschreiber Ulrich Schacht genannt, ebenso der Hallenser Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz, die ehemalige Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld und die Bestseller-Autorin Cora Stephan und der Publizist Matthias Matussek. (SZ)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 47 Kommentare

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  1. Respekt

    Respekt. Es gibt noch Persönlichkeiten, welche sich dem immer mehr ausufernden Gesinnungsterror der selbsternannten Eliten entgegen stellen. Es bleibt dennoch die Angst, das nach Political Correctness der Bücherscheiterhaufen kommt. Und mehr.

  2. Klara Geist

    „dann ist unsere Gesellschaft nicht mehr weit von einer Gesinnungsdiktatur entfernt.“--- Herrlich, es gibt in diesem Land noch Menschen mit Verstand. DANKE für dieses Statement!

  3. Radebeuler

    Vera Lengsfeld ist ja bereits unrühmlicherweise bekannt. Aber dass es eine Vielzahl an "Autoren, Publizisten und Buchhändler" aus Dresden richtig findet, dass rechtsextreme Gruppierungen auch auf der Buchmesse ihr Gift versprühen können und Geld für ihre widerwertigen menschenverachtenden Aktionen verdienen... nein unerwartet kommt das nicht. Es passt zu Dresden. Glücklicherweise beugt sich Gesamtdeutschland nicht dieser fatalen Denke.

  4. Erstaunter

    Was "widerwertige Aktionen" sind, weiß wohl nur der Radebeuler. Seine Einstellung ist allerdings inzwischen allseits bekannt. Gewalt, Diffamierungen und Ähnliches sind ganz in seinem Sinne. Solange es gegen vermeintlich "Rechts" geht. Ein Danke an die Unterzeichner dieses Briefes. Schön zu wissen, das es noch Menschen gibt, die nicht völlig der Indoktrination zum Opfer gefallen sind.

  5. Klar

    Willkommen in "1984". Orwell lässt einen Dezernenten aus dem "Wahrheitsministerium" dozieren: "Kapierst du denn nicht den eigentlichen Sinn von Neusprech?" Beschweigen und Beschneiden sollen die "Bandbreite der Gedanken einengen". So "werden Gedankenverbrechen buchstäblich unmöglich, weil es keine Wörter mehr gibt, um sie auszudrücken". [www.zeit.de/2017/06/political-correctness-moral-gesellschaft-gleichstellung-korrektheit]

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