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Mittwoch, 16.01.2013

Mehr als 1.200 Jahre alte Gräber in Mexiko entdeckt

Die etwa zehn Gräber sind bei archäologischen Sicherungsarbeiten vor dem Ausbau einer Landstraße gefunden worden.

Mexiko-Stadt. Archäologen haben in Mexiko einige mehr als 1200 Jahre alte Gräber entdeckt. Das teilte das Institut für Anthropologie und Geschichte (INAH) am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Die etwa zehn Gräber seien an der Ausgrabungsstätte Xtojil im Bundesstaat Yucatán bei archäologischen Sicherungsarbeiten vor dem Ausbau einer Landstraße gefunden worden. Der Fundort liegt unweit der berühmten Maya-Stätte Chichén Itzá.

Wie das INAH weiter mitteilte, entstand die Mehrzahl der Gräber in den Jahren 600 bis 800 n. Chr., als sich die Stadt Chichén Itzá noch nicht zum Zentrum der Halbinsel Yucatán entwickelt hatte. Die Archäologen gehen davon aus, dass es sich bei dem Fund um eine Familiengrabstätte handelt.

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In den Gräbern wurden auch zahlreiche Grabbeigaben gefunden, die meisten aus Keramik. Es seien aber auch Fundstücke aus Jadesteinen oder Muscheln darunter, was die Archäologen als Anzeichen dafür sehen, dass es damals schon Handel mit anderen mittelamerikanischen Regionen gab. Auf einigen Töpferwaren wurden für die Region seltene hieroglyphische Inschriften gefunden.

„Zusammen mit anderen Spuren, die in den vergangenen Jahrzehnten in der Region gefunden wurden, deutet der Fund darauf hin, dass die Region vor mehr als 1200 Jahren dicht besiedelt war und später dann die Stadt Chichén Itzá als Hauptstadt der Region entstand“, schreibt das INAH. (dpa)

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