Donnerstag, 14.02.2013

Leipziger Buchmesse mit Gorbatschow

Die Leipziger Buchmesse will die Menschen zum Lesen bringen. Dazu sind ihr Promis als Publikumsmagnete genauso willkommen etablierte Literaten. Aber zwischen Gorbatschow und Walser ist auch Platz für viele junge Autoren.

Der Direktor der Leipziger Buchmesse, Oliver Zille, spricht über das Literaturfestival. Vom 14. bis 17. März präsentieren sich dann rund 2900 Autoren und Mitwirkende ihrem Publikum an verschiedenen Orten in der Stadt.
Der Direktor der Leipziger Buchmesse, Oliver Zille, spricht über das Literaturfestival. Vom 14. bis 17. März präsentieren sich dann rund 2900 Autoren und Mitwirkende ihrem Publikum an verschiedenen Orten in der Stadt.

©dpa

Leipzig. Die Leipziger Buchmesse (14. bis 17. März) zieht in diesem Jahr Politprominenz und Promis ebenso an wie junge und etablierte Autoren aus dem In- und Ausland. Michail Gorbatschow wird in Leipzig seine Autobiografie vorstellen. Auch Schauspieler wie Heiner Lauterbach blicken auf ihr Leben zurück, Andrea Sawatzki wagt sich mit einem Debütroman auf neues Terrain. «Wir bilden den gesamten Buchmarkt ab und wollen ein breites Publikum fürs Lesen begeistern», sagte Messechef Oliver Zille am Donnerstag in Leipzig.

Auf der nach Frankfurt zweitgrößten Buchmesse Deutschlands und dem dazugehörigen Festival «Leipzig liest» gebe es 2800 Veranstaltungen mit rund 2900 Autoren und Mitwirkenden. Lesungen, Buchvorstellungen und Diskussionsrunden sind an 365 Orten in der gesamten Stadt geplant - teils auch an ungewöhnlichen Plätzen wie Kirchen, Kanzleien oder Künstlerateliers. Laut Zille werden auf der Messe rund 20 000 Neuerscheinungen vorgestellt. Martin Walser wird ebenso erwartet wie der Ungar György Konrad oder der Brite John Lanchester.

Er sei in diesem Jahr besonders auf den mit 15 000 Euro dotierten Preis der Leipziger Buchmesse gespannt, sagte Zille. «Das sind alles junge Leute. Da sind Überraschungen möglich.» In der Kategorie Belletristik sind Ralph Dohrmann («Kronhardt»), Lisa Kränzler («Nachhinein»), Birk Meinhardt («Brüder und Schwestern»), David Wagner («Leben») und Anna Weidenholzer («Der Winter tut den Fischen gut») nominiert. Der Preis wird außerdem in den Kategorien Übersetzung und Sachbuch/Essayistik verliehen.

Ausgebaut werde diesmal der im Vorjahr eingeführte Schwerpunkt «autoren@leipzig». Dort will die Messe Nachwuchs-Autoren ein Podium und Hilfestellung für ihre Karriere bieten. «Professionalisierung der Selbstvermarktung ist ein wichtiges Thema, auch die Frage, wie komme ich als Autor an den richtigen Verlag», erläuterte Zille. Für die Verlage solle es umgekehrt eine Möglichkeit sein, Talente zu entdecken.

Die Leipziger Buchmesse versteht sich in erster Linie als Publikumsmesse. «Unsere Aufgabe sehen wir darin, für das Lesen und die Literatur zu werben», sagte Zille. 2012 waren 163.500 Besucher auf der Messe gezählt worden. (dpa)

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