Mittwoch, 27.02.2013

Kuschel-Nachhilfe unter der Bettdecke und im Grünen

Wer geht gern mit seinem Partner ins Bett, wenn RTL dabei ist? Zwei Paare tun es – in der neuen Dokusoap „7 Tage Sex“.

Von Alexandra Stahl

Liebe vor der Kamera – Marcel und Nadin aus dem Spreewald sind eines von zwei Paaren, die für RTL eine Woche lang täglich Sex haben wollen. Es gelingt nicht immer.Foto: RTL
Liebe vor der Kamera – Marcel und Nadin aus dem Spreewald sind eines von zwei Paaren, die für RTL eine Woche lang täglich Sex haben wollen. Es gelingt nicht immer.Foto: RTL

Augen zu und durch: Das denken sich manche Menschen beim Sex und manche Zuschauer beim Fernsehprogramm. Bei der neuen Dokusoap „7 Tage Sex“ dürften sich beide Gruppen treffen. Von diesem Mittwoch an zeigt RTL in vier Folgen die ultimative Paartherapie: eine Woche täglich Beischlaf.

„Können sieben Tage Sex die Alltagsprobleme einer Beziehung lösen?“, fragt der Sprecher bedeutungsvoll aus dem Off. Und während der Zuschauer rätselt, was Nadin (29) und Marcel (35) aus Lübben im Spreewald und Petra (45) und Frank (41) aus Ketsch in Baden-Württemberg bewogen hat, bei dieser Sendung mitzumachen, befindet er sich schon – unter der Bettdecke.

„Bei uns gibt es schon Sex, wo ich sage: Augen zu und durch, damit er seinen Spaß hat“, erzählt Nadin in der ersten Folge. In der wird das Problem erläutert: Zwei Paare bringen nicht jeden Tag das Bett zum Einstürzen. Stress, Haushalt, Arbeit. Außerdem sind die Ehepaare und Eltern lange zusammen, da lässt der Elan nach. Libido-Killer Nummer Eins aber scheinen die Kinder zu sein. Damit das auch jeder versteht, zoomt die Kamera nach dem erfolglosen Beischlaf-Versuch auf den Nachwuchs.

Natürlich wäre „7 Tage Sex“ keine RTL-Dokusoap, wenn es keine Lösung für das Problem des sexlosen Zusammenseins gebe. Sie lautet: Einfach machen – und Kamera draufhalten. Nadine (Hausfrau) und Marcel (Barkeeper) und Frank (angeblich Lehrer – seine Klasse dürfte sich freuen) und Petra (Unternehmerin) verpflichten sich also, sich eine Woche lang jeden Tag zu lieben. Das soll aber nicht nur ganz Deutschland wissen, sondern sollen auch die engsten Freunde mitkriegen. So sitzt Marcel zwischen seinen vier bierbäuchigen Kumpels im Spreewald und erzählt vom „Projekt“. „Ein Stößchen auf deine Stößchen“, fällt dem Fan von Borussia Dortmund da ein, während ein paar Hundert Kilometer weiter südlich Petras blondierte Freundin in feinstem Schwäbisch ausruft: „Hälsch des au eine Woche durch?“

Aber klar! Wo RTL „7 Tage Sex“ draufschreibt, ist auch sieben Tage Geschnacksel drin. Freilich in allen Variationen. Da darf Marcel seine Nadin im Tanga am See fotografieren oder Frank seiner Petra Badewasser einlassen. Pheromone, Zelte, Seen („Da könnten wir ein bisschen Sex haben.“) und andere Betten als die eigenen („Meine Frau ist entspannt, und sie ist mittlerweile heiß auf mich.“) kommen auch vor, es soll sich ja keiner langweilen.

Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt: Das laut RTL „ungewöhnliche TV-Experiment“ führt bei beiden Paaren jeweils zu einem kurzen emotionalen Tiefpunkt, der sich im Spreewald so anhört: „Hast du nich‘ das Bedürfnis zu reden oder frisst du alles in dich rinn?“, will Nadin von ihrem Marcel wissen, dessen Sichtweise so aussieht: „Sex ist für mich die schönste Sprache der Welt.“

Die Bilanz: Man streitet kurz, heult ein wenig und versöhnt sich. Es folgen Liebesschwüre vor ganz Deutschland und die alte Erkenntnis: Man sollte sich öfter mal Zeit füreinander nehmen. (dpa)

„7 Tage Sex“, mittwochs, 21.15 Uhr, RTL

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