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Donnerstag, 11.02.2016

Keine Ahnung und totale Freiheit

Sieben Jurymitglieder entscheiden bei der Berlinale über die Hauptpreise. Ihre Präsidentin ist die Oscarpreisträgerin Meryl Streep. Diese Rolle hatte sie zwar noch nie - fühlt sich aber trotzdem gut vorbereitet.

Jury-Präsidentin Meryl Streep zwischen den beiden Jury-Kollegen Lars Eidinger (l.) und Clive Owen (r.).
Jury-Präsidentin Meryl Streep zwischen den beiden Jury-Kollegen Lars Eidinger (l.) und Clive Owen (r.).

© dpa

Berlin. Oscarpreisträgerin Meryl Streep (66) sieht Parallelen zwischen ihrer Familie und ihrer Arbeit als Präsidentin der diesjährigen Berlinale-Jury. „Ich habe zwar absolut keine Ahnung, wie man eine Jury leitet“, sagte sie am Donnerstag in Berlin vor der Eröffnung des Festivals am Abend. „Ich war aber schon Chefin anderer Unternehmen“, ergänzte die dreifache Oscarpreisträgerin - und verwies auf ihre Familie mit vier Kindern.

In der Jury sitzen in diesem Jahr sieben Mitglieder. Darunter sind der deutsche Schauspieler Lars Eidinger (40) und der Brite Clive Owen (51). Die Jury vergibt am 20. Februar den Goldenen und die Silbernen Bären. Darum konkurrieren im Wettbewerb 18 Filme.

Ihre Unerfahrenheit bei der Leitung einer Jury könne für die anderen Mitglieder auch Vorteile haben, sagte Streep. „Sie haben totale Freiheiten.“ Doch selbst für sie das erste Mal ist, so kennt Streep einen der großen Vorteile des Postens: „Am Ende habe ich zwei Stimmen!“

Streep bat ihre Kollegen, unvoreingenommen in die Filme zu gehen. Sie selber freue sich darauf, ausführlich über all die Werke sprechen zu können. „Das ist ein richtiger Luxus.“

Jury-Mitglied Eidinger ergänzte, jeder kenne das Gefühl, vorm Fernseher zu sitzen und über das Gesehene zu urteilen. „Ich urteile immerzu.“ Der Brite Owen äußerste sich neutraler: „Wr sind hier, um Filme zu feiern.“

Der Eröffnungsfilm „Hail, Caesar!“ der US-Amerikaner Joel und Ethan Coen läuft außer Konkurrenz. Es ist keine Weltpremiere: In den US-Kinos ist das Werk bereits gestartet. (dpa)

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