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Montag, 13.11.2017 TV-Tipp

Gefangen im eigenen Film

Im zehnten Spreewaldkrimi überlebt Kommissar Krüger nur knapp eine Explosion. Unfall oder Mordanschlag?

Von Anna Ringle

Marlene (Claudia Geisler), die Freundin von Kommissar Krüger, sucht nach dem Brand des Wohnwagens Trost bei Fichte (Thorsten Merten).
Marlene (Claudia Geisler), die Freundin von Kommissar Krüger, sucht nach dem Brand des Wohnwagens Trost bei Fichte (Thorsten Merten).

© dpa

Ein skurriles Detail im „Spreewaldkrimi“ ist Geschichte. Das Zuhause des kauzigen Kommissars Thorsten Krüger (Christian Redl) – ein etwas schrabbeliges Wohnmobil mitten in der Einsamkeit des Spreewalds – explodiert und brennt nieder. Der Kommissar überlebt knapp, im Krankenhaus ringen die Ärzte um sein Leben. War es ein Anschlag oder ein Unfall? Das ZDF strahlt die zehnte Episode „Zwischen Tod und Leben“ am Montag aus.

Wer den „Spreewaldkrimi“ kennt, weiß, dass die Macher gerne mit Mystik, Legenden, Zeit- und Metaebenen arbeiten. Das schlägt dieses Mal wieder voll durch. Der Kriminalfall wird auf vielen Ebenen erzählt, Puzzleteile setzen sich zusammen – erst am Ende herrscht Klarheit. Der ganze Fall wird vor allem in der Rückschau erzählt. Viele prominente Schauspieler haben Gastauftritte in der Folge, darunter Anna Loos und Anja Kling. Der Krimi beginnt so: Krüger steht nachts vor seinem brennenden Wohnmobil. Er befindet sich, wie der Titel der Episode auch heißt, zwischen Tod und Leben. Er ist quasi Zuschauer seines Lebens – und beginnt eine Unterhaltung mit einem Mann, der neben ihm steht. Dieser stakt ihn in einem Kahn durch die finstere Nacht auf den kleinen Fließen des Spreewalds. „Wohin fahren wir?“, fragt Krüger. Der Mann: „Das entscheiden Sie.“

Der „Spreewaldkrimi“ arbeitet einmal mehr mit der komplexen Persönlichkeit des zurückgezogenen und oftmals ruppigen Kommissars Krüger, der zugleich ein scharfes Gespür für Zwischenmenschliches hat. Während er im künstlichen Koma im Krankenbett liegt, nimmt sein Kollege Fichte die Ermittlungen auf. Am ausgebrannten Wohnmobil sagt er: „War wohl’n Unfall.“ Doch es bleiben Unklarheiten. Und Krüger beginnt in der Zwischenwelt des Koma-Zustandes selbst, den ganzen Fall zu rekonstruieren. Der Kahnfährmann führt ihn an Szenen vorbei, die Krüger aus der Vergangenheit kennt – wie in einem Film.

Derzeit laufen die Dreharbeiten zur elften Episode der Reihe, teilte das ZDF mit. Dabei ist diesmal Nadja Uhl. (dpa)

„Spreewaldkrimi: Zwischen Tod und Leben“, 20.15 Uhr, ZDF

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