erweiterte Suche
Sonntag, 01.11.2015

Filmwirtschaft will schwarze Liste gegen Raubkopierer-Portale

Vertreter der Filmwirtschaft haben für den Kampf gegen illegale Raubkopien-Portale im Internet eine spezielle Polizeieinheit angeregt.

© Symbolfoto: dpa

Leipzig. Vertreter der Filmwirtschaft haben für den Kampf gegen illegale Raubkopien-Portale im Internet eine spezielle Polizeieinheit angeregt. Sie könnte Seiten auf Urheberrechtsverstöße und Inhalte überprüfen und auf einer Art schwarzen Liste als illegal einstufen, sagte der Geschäftsführer der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU), Matthias Leonardy. Er verwies auf ein entsprechendes Beispiel aus Großbritannien. So könnten illegale Seiten aufgelistet und von Werbekunden gemieden werden. Den Raubkopierern Werbeeinnahmen wegzunehmen, wäre ein indirekter Weg im Kampf gegen erfolgreiche Plattformen wie Kinox.to, sagte Leonardy.

In Leipzig läuft der erste Prozess gegen einen mutmaßlichen Kinox.to-Betreiber wegen gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzung. Das Portal verlinkt massenhaft auf Raubkopien von Filmen und Serien. Weil den Ermittlern die Zugangscodes fehlen, ist es trotz Prozess weiter online. Allein in Deutschland entstehe durch illegale Angebote ein Schaden von 300 bis 400 Millionen Euro jährlich, schätzen Experten. (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 0 Kommentare

    Kommentare können nur in der Zeit von 8:00 bis 22:00 Uhr abgegeben werden.