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Mittwoch, 09.01.2013

Eisenhart und voll verbeult

„Ritter Rost“erzählt ein rasantes 3-D-Abenteuer des blechernen Kinderhelden.

Von Cordula Dieckmann

Eine alte Registrierkasse, zwei dünne Beine und ein großer Kopf mit Kulleraugen: Das ist Ritter Rost. Nach seinen großen Erfolgen vor allem in Büchern und Hörspielen kommt der blecherne Kinderheld nun ins Kino. Die Macher von „Ritter Rost – Eisenhart und voll verbeult“ entschieden sich für eine rasante Geschichte in 3-D, die zwar nett anzusehen ist, aber nicht den frechen und unbekümmerten Charme der Hörspielreihe hat.

Das Kinoabenteuer beginnt, als Ritter Rost im Turnier den eingebildeten Prinzen Protz besiegt, wenn auch mehr durch Zufall als kämpferisches Geschick. Der Besiegte will die Schmach nicht auf sich sitzen lassen. Er bezichtigt Rost des Diebstahls und erreicht, dass dieser alles verliert: Burg, Ritterwürde, Burgfräulein Bö. Nur Drache Koks und Pferd Feuerstuhl halten ihrem Herrn die Treue. Zu dritt machen sie sich auf, Rosts Ehre zu retten.

Die Charaktere sind unterhaltsam gezeichnet, wenn auch mit vielen Klischees. Trotzdem macht es Spaß, das Schrottuniversum zu erkunden. Es gibt einen zweiköpfigen Drachen, wandelnde Teekessel, sprechende Tassen und hilfsbereite Werkzeuge. Einer der schönsten Momente ist der Auftritt einer Armee aus irrwitzigsten Blechgestalten, die Rost in den Kampf führt. Lustig auch die riesige vollautomatische Nähmaschine, die im Minutentakt traumhafte Kleider auswirft und mit der Prinz Protz die schöne Bö erobern will. (dpa)

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