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Dienstag, 31.05.2016

Der gute Laune-Macher

Auch wenn „Bochum“ tief im Westen am anderen Ende der Republik liegt, als Mitsinghymne funktioniert der Hit von Herbert Grönemeyer auch weit im Osten. So gesehen am Montagabend im fast ausverkauften DDV-Stadion in Dresden.

Herbert Grönemeyer im DDV-Stadion.
Herbert Grönemeyer im DDV-Stadion.

© Ronald Bonß

Dresden. Viele Konzertbesucher hätten gern noch weitergemacht, aber nach zweieinhalb Stunden war für einen der größten deutschen Popstars endgültig Schluss. „Dankeschön, Dresden, das war klasse!“: So verabschiedete Herbert Grönemeyer Montagnacht seine Fans im DDV-Stadion, das laut Veranstalter mit knapp 25 000 Gästen nicht ganz ausverkauft war. Ihnen hatte der Mann mit der unverwechselbaren Stimme eine Show geboten, die so abwechslungsreich wie sympathisch und emotional war. Er brauchte weder Feuerwerk noch Glitterfontäne, er wirkte aus sich heraus.

Grönemeyer grüßt mit Rosen

Hübschmachen für Herbert - vor dem Konzert

Anlass für das Konzert gab Grönemeyers aktuelles Album „Dauernd jetzt“ aus dem Jahr 2014. Daraus spielten er und seine Band ungewöhnliche Liebeslieder wie „Fang mich an“ und politische Songs wie „Unser Land“. Dabei nutzte der Sänger die Gelegenheit und warb dafür, geflüchtete Menschen willkommen zu heißen, wofür er in Dresden Jubel und Applaus bekam.

Die größte Freude unter den Gästen lösten aber die Hits aus Grönemeyers Karriere aus, der seit mehr als dreißig Jahren immer wieder neue Ohrwürmer hervorbringt. Bei „Männer“ lösten sich Tausende im Rang von ihren Sitzen, und im Stadioninneren hatte man genug Platz zum Tanzen. Der Zeremonienmeister verspritzte „Alkohol“, er lud ein zum „Mensch“-Sein und schickte sein Publikum mit einem „Halt mich“ langsam nach Hause. Dabei ist er es doch, der den Leuten mit seiner Musik Halt gibt und ihnen eine gute, nachdenkliche, ausgelassene Zeit schenkt. So wie am Montag in Dresden.

Für viele war es sicher nicht das letzte Grönemeyer-Konzert, sie werden bei einem der nächsten Male wieder dabei sein. Gelegenheit dazu gibt es in mehreren deutschen Städten, in den nächsten Wochen und Jahren. Mit einem Lächeln kündigt der 60-Jährige an, dass er bis 89 weitermachen wird, notfalls auch vor ein paar Dutzend versprengten Altfans an der Ostsee. O-Ton Grönemeyer: „Ich spiele durch.“

Eine ausführlichere Nachbetrachtung lesen Sie in der Mittwochsausgabe der Sächsischen Zeitung.

Leser-Kommentare

Insgesamt 1 Kommentar

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  1. Schneider edwin

    Ein herrlicher Abend . Ein junger herbert voller Dynamik und Witz. 60 jahre pure lebenslust. Danke Herbert

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