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Donnerstag, 03.03.2016

Besorgte Bürger im Duett

In der SZ schreiben künftig jeden Freitag Michael Bittner und Werner J. Patzelt im Wechsel.

Michael Bittner (l.) und Werner J. Patzelt
Michael Bittner (l.) und Werner J. Patzelt

© Ronald Bonß

Es wäre so manches zu nennen, was wir in den Debatten der letzten Zeit vermisst haben. Geduld zum Beispiel, aber auch Respekt oder einfach nur gute Manieren. Besonders gefehlt hat jedoch vor allem eines: ein bisschen Humor.

Zwei, die sich das alles bewahrt haben, obwohl sie oft geteilter Meinung sind, teilen sich hier künftig eine neue Kolumne. Werner J. Patzelt, Professor für Politikwissenschaft an der TU Dresden, ist eine Eiche, an der sich schon manche Wildsau gerieben hat. Für die einen ist er ein gefragter Experte auf dem Gebiet „besorgte Bürger“. Anderen geht er als „Pegida-Versteher“ auf den Keks. Zu Patzelts eifrigsten Kritikern zählt der Satiriker Michael Bittner, dessen Kolumne bislang im Magazin der Sächsischen Zeitung erschienen ist. Nicht wenigen gilt er deswegen als unbelehrbarer Gutmenschen-Poet und Lausebengel.

Das Wortgefecht zwischen Bittner und Patzelt – nachzulesen auf ihren privaten Blogs – gehört zum Unterhaltsamsten und Erhellendsten, was man sich über die Wutbürger-Problematik aneignen kann. Von heute an werden sich die beiden an dieser Stelle abwechseln. Der Titel „Besorgte Bürger“ ist Programm. Denn man kann über alles Mögliche besorgt sein: über zu viele Flüchtlinge ebenso wie über zu viele Fremdenfeinde, über Verharmlosung ebenso wie über Hysterie. Und nicht zuletzt über totale Humorlosigkeit. (SZ/mk)

Den Anfang macht Werner J. Patzelt mit dem sz-exklusiv-Beitrag „Wozu Gutmenschen gut sind“.

›› Alle Beiträge lesen Sie gesammelt im Spezial zur Kolumne „Besorgte Bürger“