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Montag, 16.04.2018

Kuchen für die Standgebühr

Im Döbelner Lessing-Gymnasium fand ein besonderer Flohmarkt statt.

Doreen Weiße stöbert mit Mutter Eva und Tochter Hetty auf dem Flohmarkt in der Mensa.
Doreen Weiße stöbert mit Mutter Eva und Tochter Hetty auf dem Flohmarkt in der Mensa.

© André Braun

Döbeln. In der Mensa des Döbelner Lessing-Gymnasiums sieht es wie in einem Basar aus. Auf zahlreichen Tischen liegen Kindersachen, Spielzeug, Schuhe und andere Dinge aus. Auf Kleiderständern hängen Kleider, Röcke, T-Shirts und Hosen. Nancy Sparrer und Kathleen Falk haben zum Flohmarkt für Kindersachen eingeladen.

„Es ist der 31. Flohmarkt, der in der Mensa veranstaltet wird“, sagt Sparrer. Wer ursprünglich auf die Idee kam, im Gymnasium solch einen Basar zu veranstalten, kann sie nicht sagen. Sie hat die Veranstaltung übernommen. „Meine Vorgänger konnten das aus beruflichen Gründen nicht fortsetzen“, schildert sie. Damit der Flohmarkt weitergeht, übernahmen Sparrer und Falk die Organisation. Die Frauen meldeten die Veranstaltung bei der Stadt an. Sie wählten den Termin aus. Von den ehemaligen Organisatoren erhielten sie die Namenslisten der Teilnehmer. Die riefen sie an und fragten, ob sie wieder mitmachen wollten. Die Frauen kümmerten sich um die Werbung in Zeitungen und im Internet. Sie verteilten Flyer in Schulen, Kindergärten sowie Arztpraxen und informierten Freunde und Bekannte.

Das Besondere an dem Flohmarkt: Die Händler zahlen anstelle von Geld die Standgebühr mit Kuchen. Der wird verkauft. Der Erlös von Kaffee und Kuchen kommt dem Kinderschutzbund zugute, denn auch der ist bei der Veranstaltung mit Kinderschminken und Basteln dabei.

Doreen Weiße aus Waldheim ist mit ihrer Mutter Eva und ihrer Tochter Hetty Winkler in die Mensa gekommen. Sie geht, wie sie sagt, öfter auf Flohmärkte. Am Vormittag war sie schon auf einem in Waldheim. Sie findet die gebrauchte Kleidung gut. „Da hatten Kinder schon Freude dran“, sagt sie. „Außerdem sind die Sachen gewaschen und deshalb frei von Schadstoffen. Und die Kleidung ist preiswert.“ Sie findet es positiv, dass die Sachen nicht einfach weggeworfen, sondern weiter genutzt werden. (he)