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Kubschützer Feuerwehr rüstet auf

Im Gerätehaus wird eine kleine Einsatzzentrale eingerichtet. Die war eigentlich woanders geplant.

07.10.2017

er Feuerwehr rüstet auf
Der Schriftzug „Feuerwehr“ steht am Donnerstag [22.10.2009] auf einem Löschfahrzeug der Feuerwehr Tautewalde

© SZ/Uwe Soeder

Kubschütz. Keine Löschtechnik, aber zwei zusätzliche Digitalfunkgeräte, Antenne, Computer und Fax ziehen voraussichtlich noch in diesem Jahr ins Kubschützer Feuerwehrhaus ein. Denn die Gemeinde Kubschütz richtet eine sogenannte Landfunkstelle ein.

Überall in Sachsen sollen solche kleinen Einsatzzentralen entstehen, 20 davon allein im Landkreis Bautzen. Vorgesehen sind sie für Fälle wie Unwetterereignisse, bei denen in einem bestimmten Territorium binnen kurzer Zeit viele Feuerwehreinsätze zu koordinieren sind. Etwa wenn nach einem Sturm viele umgestürzte Bäume zu beseitigen sind.

Eigentlich sollte eine solche Landfunkstelle in Weißenberg eingerichtet werden. Aber dort sträubte sich die Feuerwehr dagegen. Bereits im Frühjahr hatte Stadtwehrleiter Marcel Israel vorm Stadtrat Bedenken geäußert, dass die ehrenamtlichen Einsatzkräfte die zusätzlichen Aufgaben nicht schultern können. So wurde befürchtet, dass zum Beispiel bereits bei Unwetterwarnungen die Landfunkstellen besetzt werden, also in Bereitschaft sein müssten. Das sei nicht vorgesehen, hatte Kreisbrandmeister Manfred Pethran daraufhin erklärt. Dennoch: Man habe die Bedenken der Wehrleitung nicht vollends entkräften können, sagt Weißenbergs Bürgermeister Jürgen Arlt (parteilos). Die Stadt wolle nicht gegen den Willen der Feuerwehrleute handeln – und werde daher die Landfunkstelle nicht einrichten.

„Deshalb sind wir eingesprungen“, sagt der Kubschützer Bürgermeister Olaf Reichert (parteilos). Sowohl die Gemeinde als auch die Feuerwehr hätten kein Problem damit. Allein im Gemeindegebiet hätten in diesem Jahr schon mehrere Starkregen-Ereignisse mit Überschwemmungen gezeigt, dass solch eine kleine Einsatzzentrale sinnvoll sei. Die im Kubschützer Gerätehaus wird künftig auch für die Nachbargemeinde Hochkirch und eben auch für das Territorium der Stadt Weißenberg zuständig sein. Dazu wird eine Vereinbarung, die unter anderem die finanzielle Beteiligung aller drei Kommunen regelt, abgeschlossen. Dieser hat laut Bürgermeister Arlt inzwischen auch die Stadt Weißenberg zugestimmt. (SZ/MSM)