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Freitag, 15.09.2017

Kritischer Blick auf Brecht

Lederjacke, Zigarre,Kurzhaarschnitt – die Selbstinszenierungen des linken, leicht plagiatischen, machohaften Großliteraten Bertolt Brecht sind fast so kanonisch wie seine Texte.

Wie aber konnte er sich mit der Schäbigkeit eines grauen und oft grauenhaften Staats wie der DDR arrangieren? Mit einem fulminanten Essay widmet sich der Dresdner Stadtschreiber Uwe Kolbe der Rolle des Dichters in geschlossenen Gesellschaften und wirft darüber hinaus die beunruhigende Frage auf, inwiefern selbst weitgehende künstlerische Kritik die Macht der Unfreiheit legitimieren kann.

Uwe Kolbe liest aus „Brecht. Rollenmodell eines Dichters“, 21. 9., 19.30 Uhr, Stadtmuseum, DD