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Donnerstag, 07.12.2017

Kritik an Ferdinandplatz-Plan

Die Verwaltung verschleudere Millionen. Das Grundstück könne besser verkauft werden.

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Nach diesem Entwurf wird das neue Verwaltungszentrum am Ferdinandplatz geplant.
Nach diesem Entwurf wird das neue Verwaltungszentrum am Ferdinandplatz geplant.

© Vis.: Barcode Architekten

Für 162 Millionen Euro will die Stadt ein Verwaltungszentrum am Ferdinandplatz bauen. Insgesamt sollen Um- und Neubauten für die Verwaltung bis 2030 für rund 300 Millionen Euro entstehen. Daran stört sich FDP-Fraktionschef Holger Zastrow. „Die Stadt schwimmt offenbar im Geld.“ Auf die Zeit gerechnet werde hier mehr Geld gebunden als für Straßen, Fuß- und Radwege zusammen, lautet seine Kritik.

Der Ferdinandplatz sei eines der teuersten Grundstücke der Stadt. Dieses könne besser verkauft werden. Sonst müsse der entgangene Erlös auf die 162 Millionen Euro für das Verwaltungszentrum draufgerechnet werden. Die Stadt könne nicht so „unfassbar viel Geld“ quasi für sich selbst investieren und dann sagen, fünf bis zehn Millionen Euro Eigenanteil für die Sanierung des Fernsehturms seien nicht darstellbar. Zastrow verweist auf mögliche günstigere Alternativen in der Nähe, etwa in der Lingnerstadt. Das scheint für Zastrow eine alte Wunde zu sein. Vor Jahren scheiterte er bereits damit, dort durch die TLG ein neues Rathaus bauen zu lassen, das die Stadt zunächst mieten sollte und später hätte kaufen können. Diese Option solle neu geprüft werden, fordert er. (SZ/awe)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 7 Kommentare

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  1. Ex TLG-ler

    Nun, daß Herr Zastrow mit damit hadert, daß die Stadt nicht in der Lingnerstadt durch die TLG bauen lassen will, wundert mich nicht. So ist Herr Zastrows Werbeagentur (zumindest in früheren Zeiten) quasi alleiniger Auftragnehmer der TLG gewesen und hat damit wohl sehr gut leben können. Korruption? Aber wen wunderts? Steht doch bei der FDP nach wie vor das Eigeninteresse vor dem Gemeinwohl.

  2. Gast

    Bitte nicht verkaufen. Das kann man genau 1x machen. Der Erlös ist schnell verfrühstückt, der Effekt hält nur kurz. Nur wenig Einfluss, was "Investoren" dort bauen. Irgendwo die benötigten Büroflächen mieten? Ja, klar, der Vermieter/Investor will vor allem eines machen: Gewinn. Das bezahlen wir alle mit. Die Stadt ist doch nicht zu "blöd", Immobilien ohne Gewinnabsicht günstig zu betreiben, wie uns Herr Zastrow dauernd einzureden versucht.

  3. Unwohl

    @1: Gemeinwohl? Ist es Gemeinwohl, ein Filetgrundstück für ein Verwaltungsgebäude zu verramschen und gleichzeitig die Erreichbarkeit ebendieser Verwaltung für Stadtrandbewohner zu beschneiden? Abgesehen davon, dass ab 16:00 Uhr sich dort dann keiner sich mehr aufhält. Belebt toll die Innenstadt.

  4. Robert

    @ Unwohl, #3: "Ist es Gemeinwohl, ein Filetgrundstück für ein Verwaltungsgebäude zu verramschen..." So wie Sie es darstellen, natürlich nicht. Aber das entspricht auch nicht den Tatsachen. Auf dem Gelände entsteht mehr als nur ein Verwaltungsgebäude; schauen Sie sich die Pläne einmal genauer an. "... die Erreichbarkeit ebendieser Verwaltung für Stadtrandbewohner zu beschneiden?" Ist die Erreichbarkeit für Stadtrandbewohner jetzt besser als nach der Umsetzung der Pläne? "Abgesehen davon, dass ab 16:00 Uhr sich dort dann keiner sich mehr aufhält." Die Gefahr besteht durchaus, was man an der Prager Str. ganz gut sehen kann, die nach Ladenschluss manchmal wie ausgestorben wirkt. Ich hoffe auf den anvisierten Branchenmix mit Hotel, Cafés und Läden, damit das nicht passiert.

  5. tschle

    Das Verwaltunsrathaus gehört ins Industriegelände oder an die Stauffenbergallee! Mal sehen wie schnell dann Brücken, Königsbrücker Strasse und die Kreuzung Stauffenbergallee ausgebaut werden - 4 Spurig mit grüner Welle! Schnell werden dann die Wasserprediger zu Weintrinkern werden!

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