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Mittwoch, 14.02.2018

Krematorium für Kleintiere in Planung

Noch in diesem Jahr sollen die Roßweiner ihre Vierbeiner einäschern können. Ein sensibles Thema, weiß der Betreiber.

Von Andreas Neubrand

Viele Sachsen geben nach dem Tod ihres Haustiers viel Geld aus – nicht nur für ein schönes Grab, sondern sicher auch fürs einäschern. Ein sensibles Thema, das weiß man auch in Roßwein, wo ein Krematorium für Kleintiere in Planung ist.
Viele Sachsen geben nach dem Tod ihres Haustiers viel Geld aus – nicht nur für ein schönes Grab, sondern sicher auch fürs einäschern. Ein sensibles Thema, das weiß man auch in Roßwein, wo ein Krematorium für Kleintiere in Planung ist.

© Ronald Bonss

Roßwein. Noch in diesem Jahr soll Roßwein ein Kleintierkrematorium bekommen. „Wir wollen das Projekt auf jeden Fall realisieren“, so Wolfgang Nietfeld. Eine Aussage, die den Stadtrat beruhigen dürfte. Dieser fürchtete, dass die Familie Nietfeld das 3 000 Quadratmeter große Grundstück im Gebwerbegebiet „Goldene Höhe“ kaufen und dann weiter veräußern könnte. „Wir wollen in den nächsten drei Monaten anfangen zu bauen. Noch ist alles in der Planung. Aber wir wollen auf jeden Fall die Stadt Roßwein von Anfang an mit ins Boot holen“, so Nietfeld.

Dies sei bei einem so sensiblen Thema wichtig, weiß Wolfgang Nietfeld. „Anfangs haben wir unterschätzt, wie wichtig Offenheit bei einem Vorhaben wie dem unseren ist“, gibt er zu. „Wir wollen nicht die Stadt oder die Bürger gegen uns aufbringen.“ Es sei einfach ein sehr sensibles Thema. „An Haustieren scheiden sich nun mal die Geister. Für die einen sind sie der Mittelpunkt des Lebens und oft Familienersatz, für die anderen eher eine Plage“, so Nietfeld. „Aus diesem Grund haben wir uns für ein Höchstmaß an Transparenz entschlossen.“ Im Falle eines Krematoriums in Roßwein bedeute dies, dass die Bürger von Anfang an die Anlage besichtigen können. „Dies ist wichtig, um den Tierbesitzern die Angst zu nehmen, dass mit ihren Lieblingen nicht verantwortungsvoll umgegangen wird und gegenüber den Skeptikern, dass die Umwelt nicht belastet wird“, so Nietfeld. „Wir verwenden nur die modernsten Filteranlagen und halten selbstverständlich alle Qualitätsstandards ein.“