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Montag, 16.04.2018

Krankenkasse bleibt in Bischofswerda

Die IKK classic hat ihre Strukturen verändert. Was bedeutet das für die 13 000 Versicherten in der Region?

Von Ingolf Reinsch

Aus der Regionaldirektion Bischofswerda-Bautzen an der Kamenzer Straße wurde ein Servicecenter. 32 Mitarbeiter der IKK classic bleiben vor Ort.
Aus der Regionaldirektion Bischofswerda-Bautzen an der Kamenzer Straße wurde ein Servicecenter. 32 Mitarbeiter der IKK classic bleiben vor Ort.

© Steffen Unger

Bischofswerda. Die gute Nachricht zuerst: Die Krankenkasse IKK classic bleibt in Bischofswerda. Sie hält am Standort Kamenzer Straße fest. Das hiesige Servicezentrum betreut rund 13 000 Versicherte aus der Stadt und dem Umland, sagte IKK-Pressesprecherin Andrea Ludolph.

Bei der IKK classic gab es im vergangenen Jahr Veränderungen. Zum 1. Dezember wurde die Struktur der Regionaldirektionen sachsenweit gestrafft. Seit diesem Zeitpunkt organisiert die Krankenkasse die Betreuung ihrer Versicherten vor Ort über sechs Regionaldirektionen. „Die ehemaligen Regionaldirektionsstandorte, wie beispielsweise Bischofswerda, bleiben als Servicestandorte für unsere Versicherten erhalten“, sagte Andrea Ludolph.

Die Betreuung der etwa 62 500 Versicherten der Regionen Ostsachsen und Oberlausitz (ehemalige Regionaldirektionen Bischofswerda-Bautzen und Görlitz) wird jetzt von einer Regionaldirektion mit dem Standort Bautzen gesteuert. Regionalgeschäftsführer ist Jens Bednarek, der bisher die Regionaldirektion in Görlitz leitete. Bernd Amann, viele Jahre Geschäftsführer der Regionaldirektion Bischofswerda-Bautzen und in der Stadt Bischofswerda sehr engagiert, übernahm die Leitung der Regionaldirektion in Dresden.

Das Servicecenter in Bischofswerda öffnet aktuell 35 Stunden in der Woche. Die Regionaldirektion in Bautzen ist 40 Stunden wöchentlich geöffnet. „Eine Änderung ist nicht geplant. Künftig werden am Standort Bischofswerda 32 Mitarbeiter tätig sein, bisher waren es 37“, so die Sprecherin.

Mehr persönliche Beratung

Die Leistungen für die Versicherten ändern sich diesen Angaben zufolge nicht. Vielmehr soll die persönlichen Vor-Ort-Beratung im individuellen Gespräch mit den Versicherten gestärkt werden. So werden im Rahmen der Anpassungen unter anderem die Beratungsstandorte vor Ort stärker von kundenfernen Aufgaben entlastet. Diese werden in Fachcentern bzw. -bereichen an verschiedenen Standorten zusammengeführt. „Die Mitarbeiter der Servicecenter sollen mehr Raum für ihre Hauptaufgabe erhalten: die persönliche Beratung insbesondere bei speziellen und komplexen Versicherten-Anliegen“, erläutert Andrea Ludolph. Aus diesem Grund werden auch allgemeine Anfragen, die über die zentrale Einwahlnummer des Bischofswerdaer Servicecenters eingehen, von Mitarbeitern der Zentralen Kundenberatung in Dresden beantwortet. Die persönlichen Ansprechpartner vor Ort sind für die Versicherten aber weiterhin über die direkten Einwahlnummern erreichbar.

Auch in der Stadt Bischofswerda will sich die Krankenkasse weiter engagieren. So unterstützten IKK-Mitarbeiter am vergangenen Freitag die öffentliche Brotprüfung im Rathaus. Projekte zur Gesundheitsförderung in Kindereinrichtungen werden fortgesetzt. „Dazu gehören sowohl unsere eigenen Projekte unter dem Motto „Die Kleinen stark machen“ als auch gemeinsame Aktionen mit Partnern, bei denen es beispielsweise um gesunde Ernährung in der Schule geht“, sagt Andrea Ludolph. Darüber hinaus sind im Servicecenter an der Kamenzer Straße eigene Gesundheitsaktionen vorgesehen. Auch bei der Initiative „Bischofswerda bewegt sich“, die jedes Jahr im September unter Federführung des TV 1848 den Bischofswerdaer Benefizlauf organisiert, bleibt die IKK classic Partner. „Wir stehen dazu bereits in Kontakt mit dem Büro des Oberbürgermeisters“, so die Pressesprecherin.