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Mittwoch, 10.09.2014

Krankenhaus Bischofswerda

Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Träger:

Oberlausitz-Kliniken gGmbH

Fachabteilungen:
• Gynäkologie
• Geburtshilfe

Bettenzahl:

22 Planbetten


Behandlungen pro Jahr stationär und ambulant:
in 2013 Gynäkologie und Geburtshilfe:

  • 1.165 stationäre Fälle
  • 266 ambulante Fälle



  • Anschrift:
    Oberlausitz-Kliniken gGmbH
    Krankenhaus Bischofswerda | Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
    Kamenzer Straße 55 | 01877 Bischofswerda
    Telefon: (03594) 787-3240 | Telefax: (03594) 787-3246
    info@oberlausitz-kliniken.de | www.oberlausitz-kliniken.de


    Sprechstunden:
    Urogynäkologische Sprechstunde

    Anmeldung: (03594) 7 87- 3240
    Dienstag von 13.00 bis 16.00 Uhr

    Gynäkologische Problemfälle
    Anmeldung: (03594) 7 87 - 3240
    Dienstag von 13.00 bis 16.00 Uhr
    Freitag von 8.00 bis 9.00 Uhr

    Mamma-Sprechstunde
    (Brusterkrankungen)

    Anmeldung: (03594) 7 87 - 3240
    Montag und Mittwoch
    von 13.00 bis 15.00 Uhr

    Vorstellung zur Geburtenplanung
    Anmeldung: (03594) 7 87 - 3440
    Montag und Donnerstag
    von 13.00 bis 15.00 Uhr

    Vorstellung zur ambulanten
    Operation bzw. vorstationären
    OP-Vorbereitung

    Dienstag von 14.00 bis 17.00 Uhr
    Freitag von 8.00 bis 9.00 Uhr

    Hebammensprechstunde
    Anmeldung: (03594) 7 87 - 3440


    Krankenhaus Bischofswerda | Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
    Chefarzt Dr. med. Ullrich Dziambor

    In unserer Klinik werden alle Erkrankungen operativ und konservativ behandelt. Die Gynäkologie ist ein ausgewiesener operativer Schwerpunkt. Viele Erkrankungen können inzwischen minimalinvasiv, das heißt ohne Bauchschnitt, gestützt durch Video-Laparoskopie, durchgeführt werden. Schwerpunkte sind die Behandlung der weiblichen Harninkontinenz, die Behandlung der Senkung bzw. des Vorfalls von Gebärmutter und Scheide sowie die Behandlung von Brustkrebs.

    In der geburtshilflichen Abteilung betreuen und beraten ein Team aus Ärzten, Hebammen und Schwestern sowie Kinderärzte die Patientinnen in der Zeit ihrer Schwangerschaft und Geburt. Auch eine Wassergeburt ist möglich. Die individuelle Schmerzbehandlung (Akupunktur, Periduralanästhesie) ermöglicht eine entspannte Geburt.

    Spezialisierungen:
    Kontinenz- und Beckenbodenzentrum der Oberlausitz-Kliniken gGmbH
      Zertifizierte ärztliche Kontinenzberatungsstelle
      Chefarzt Dr. med. Ullrich Dziambor
      Oberärztin Dr. med. Grit Schuster

    Weitere Serviceangebote:

      Familienzimmer: Auf der Entbindungsstation befindet sich ein Familienzimmer, in dem die Mutter zusammen mit ihrem Partner untergebracht werden kann. Für den Partner ist die Unterbringung kostenpflichtig.
      Rooming-in: wenn gewünscht 24 Stunden möglich
      Urkundenservice: Geburtsurkunden sowie Anträge für das Elterngeld werden direkt auf die Entbindungsstation gesendet.

    Medizinischer Schwerpunkt: Urogynäkologie

    An Harninkontinenz leiden überwiegend Frauen. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Problematik mit zunehmendem Alter steigt: 20 bis 30 Prozent der jungen Frauen, 30 bis 40 Prozent der Frauen im mittleren Lebensalter und 30 bis 50 Prozent der älteren Frauen sind davon betroffen. Seit mehr als 15 Jahren beschäftigt sich die Klinik im Krankenhaus Bischofswerda eingehend mit der (operativen) Behandlung von Senkungsbeschwerden und Blasenschwäche (Inkontinenz).

    Verschiedene medikamentöse, konservative und operative Therapiemaßnahmen werden angeboten. Das operative Spektrum umfasst neben den klassischen Methoden (Burch, abdominale und vaginale Fixation, vaginale Plastiken) minimal-invasive Techniken mit Band- oder Netzeinlage über verschiedene Zugangswege sowie die örtliche Unterspritzung der Harnröhre. In der Spezialsprechstunde mit erweiterter Diagnostik (urodynamischer Messplatz) ist präoperativ eine individualisierte und abgestimmte Therapieplanung mit dem jeweiligen Frauenarzt der zu behandelnden Patientin möglich.


    Frage und Antwort
    Was sind Beckenbodenstörungen?

    Es werden zwei große Gruppen unterschieden. Zu den häufigsten Beschwerden gehören Blasen- und Darmentleerungsstörungen, also Harn- und Stuhlinkontinenz. Dazu kommen die Beckenbodenschwächen mit Verlagerungen von Organen.

    Welche Ursachen haben Beckenbodenstörungen?

    Durch das enorme Gewicht des Kindes, der Gebärmutter und des Fruchtwassers während der Schwangerschaft wird der Beckenboden aufgelockert. Bei der Geburt kommt es außerdem zu Einrissen und Verletzungen. Doch auch erbliche Veranlagungen, Übergewicht, ungesunde Lebensweise, schweres Heben und Voroperationen können das Gewebe schwächen.

    Was verursacht Inkontinenz?

    Bei der Harn- und Stuhlinkontinenz handelt es sich grundsätzlich um Erkrankungen, bei der die Schließfunktion von Blase oder Enddarm gestört ist. Mit Inkontinenz einhergehende Erkrankungen stellen eine schwerwiegende Beeinträchtigung der Lebensqualität dar. Für viele ist es ein Tabu-Thema, dabei sind diese Beschwerden sehr häufig.

    Wer ist betroffen?

    Das Problem der Inkontinenz kann Männer wie Frauen betreffen, die sogenannte Senkung tritt meistens erst bei Frauen ab 60 Jahren auf. Allerdings wird heute schon in Deutschland jede zehnte Frau wegen Störungen am Beckenboden operiert, das heißt etwa sechs Millionen Frauen. Dazu kommen herkömmliche Therapien. Nicht selten leiden die Patientinnen unter kombinierten Beckenbodenstörungen und bedürfen deshalb einer interdisziplinären Diagnostik und Therapie.

    Wie erkenne ich, dass ich Probleme mit dem Beckenboden habe?

    Die häufigsten Symptome sind ungewollter Urinverlust in Belastungssituationen, wie Niesen, Joggen, Heben, aber auch häufiger Harndrang, der stündliche Gang zur Toilette oder mehrfaches nächtliches Wasserlassen. Es treten eines oder mehrere der Symptome auf. Diese Beschwerden können aber auch erste Anzeichen anderer Erkrankungen sein.

    Sind die Symptome bei Inkontinenz und Senkung ähnlich?

    Bei einer Senkung können ein Druckgefühl und Rückenschmerzen auftreten. Außerdem könnten Harnblase und Darm bei ihrer Entleerungsfunktion gestört sein. Eine Begleiterscheinung beider Beschwerden ist, dass Sexualität und die Partnerschaftsbeziehung gestört sein können.

    Wie verhalte ich mich als Frau bei diesen Symptomen?

    Mein erster Ansprechpartner ist der Frauenarzt. Er macht in seiner Praxis die Basisdiagnostik und schließt beispielsweise einen Harnwegsinfekt aus. Er kann auch einfache Therapiemaßnahmen, wie Medikamente und Scheidenpessar, verordnen. Der Gynäkologe oder Urologe überweist die Patientin dann auch in unsere Spezialsprechstunde, die dienstags von 13 bis 16 Uhr stattfindet.

    Was passiert bei dieser Spezialsprechstunde?

    Bei einer gut 30minütigen Untersuchung werden die Patienten nochmals befragt, die Befunde gesichtet und bei Bedarf spezielle Untersuchungen durchgeführt. Die urodynamische Messung bestimmt die Speicherfunktion der Harnblase. Der Harnröhrendruck wird gemessen und der Beckenboden und die Harnblase per Ultraschall untersucht. Sind die Untersuchungen abgeschlossen, erhält der einweisende Arzt eine schriftliche Empfehlung mit Therapiemöglichkeiten.

    Und welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

    Medikamente, Beckenbodengymnastik und Blasentraining unter Anleitung eines Physiotherapeuten, weibliche Geschlechtshormone, Elektrostimulation sowie Pessare können helfen. Nach Ausschöpfung dieser Möglichkeiten wird eine Operation empfohlen.

    Jetzt hört sich Operation ja immer nach einem großen Eingriff an …?

    Es ist richtig, dass es sich dabei um einen operativen Eingriff handelt, aber bei den modernen Operationsmethoden mit nur kurzen Narkosen sind Komplikationen und Risiken sehr gering. Generell gilt: Therapie wie Diagnostik und Operationsmethoden sind sehr individuell.

    Wie wird den Patientinnen nun konkret geholfen?

    Das spannungsfreie Vaginalband, welches für Frauen mit Belastungsharninkontinenz geeignet ist, wird in einem minimalinvasiven, chirurgischen Verfahren eingesetzt. Der Eingriff kann unter örtlicher Betäubung vorgenommen werden und dauert nur etwa eine Viertelstunde. Der bandartige Streifen verhindert den Urinabgang. Eine zweite Methode bei Inkontinenz ist das Spritzen eines Gels in die Harnröhre. Dieser elastische Kunststoff verengt mechanisch die Harnröhre.

    Und welche Operationsmethoden helfen bei einer Senkung?

    Es gibt mehrere Methoden, um die Problematik abhängig vom Befund operativ zu behandeln. Bei der Senkung der Gebärmutter wird bei der herkömmlichen Operation die Gebärmutter entfernt und die Scheidenwände gerafft. Immer häufiger setzen wir zur Unterstützung des geschwächten Gewebes ein feinmaschiges Kunststoffnetz ein. Es ersetzt sozusagen das minderwertige Gewebe. Die Erfolgsrate liegt bei 90 Prozent.

    Wie kann ich einer Beckenbodenstörung vorbeugen?

    Es helfen eine gesunde Ernährung, Sport und Beckenbodentraining, auch während Schwangerschaft und Stillzeit, und die Vermeidung von Übergewicht.

    Klinik

    Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage HIER