erweiterte Suche
Bild
Sonntag, 14.09.2014

Krankenhaus Bautzen

Medizinische Klinik I

Bild 1 von 4

© Uwe Soeder


Träger:

Oberlausitz-Kliniken gGmbH

Fachabteilungen:

  • Internistische Intensivtherapie
  • Kardiologie und Angiologie
  • Interdisziplinäre palliativmedizinische Versorgung
  • Allgemeine Innere Medizin und Neurologie


  • Bettenzahl:

    79 Planbetten




    Behandlungen pro Jahr stationär und ambulant:
    in 2013
  • ca. 4.705 stationäre Fälle
  • ca. 850 ambulante Fälle

  • Anschrift:
    Oberlausitz-Kliniken gGmbH
    Krankenhaus Bautzen | Medizinische Klinik I
    Am Stadtwall 3 | 02625 Bautzen


    Kontakt:
    Telefon: (0 35 91) 3 63 - 2300
    Telefax: (0 35 91) 3 63 - 2409
    E-Mail: info@oberlausitz-kliniken.de
    Internet: www.oberlausitz-kliniken.de

    Spezialisierungen:

    • Herzkatheterlabor
    • Zertifiziertes Interdisziplinäres Gefäßzentrum
    • Kooperation Schlaganfallnetzwerk Ostsachsen - SOS-NET


    Krankenhaus Bautzen
    Medizinische Klinik I
    Chefarzt Dr. med. Jochen Eberhard

    In der Medizinischen Klinik I werden schwerpunktmäßig Patienten mit Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems versorgt. Zur Behandlung des akuten Herzinfarktes (KHK - Koronare Herzkrankheit) steht ein modernes Herzkatheterlabor mit einem 24-Stunden-Bereitschaftsdienst zur Verfügung. Die Überwachung der Patienten erfolgt auf einer modernen internistischen Intensivstation bzw. einer kardiologischen Station mit Telemetriemöglichkeit. Im Rahmen der Herzschrittmachertherapie stehen alle modernen Verfahren zur Verfügung (Ein- und Zweikammer-Schrittmacher, Defibrillator, CRT, CCM, Eventrekorder).

    Interventionelle Eingriffe an Hals-, Nieren- und Extre-mitätenarterien erfolgen in Zusammenarbeit mit dem Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie und der Chirurgischen Klinik am Krankenhaus Bautzen, gemeinsam im Interdisziplinären Gefäßzentrum. Schlaganfallpatienten werden entsprechend der aktuellen Leitlinien in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Dresden im Rahmen des Schlaganfall-Ostsachsen-Netzwerkes (SOS-NET) behandelt. Auf der Intensivstation, mit 9 Beatmungsbetten werden alle akut lebensbedrohlich erkrankten, internistischen Patienten versorgt. Abgerundet wird das Spektrum der Medizinischen Klinik I durch eine Palliativstation mit 10 Betten.

    Medizinischer Schwerpunkt: Herzrhythmusstörungen

    Das menschliche Herz schlägt etwa 60 bis 100 mal pro Minute. Das schlagende Herz pumpt das Blut kontinuierlich durch den gesamten Körper und versorgt die einzelnen Organe mit Nährstoffen und Sauerstoff. Normalerweise verläuft sowohl der elektrische Erregungsablauf als auch das folgende Zusammenziehen und Erschlaffen des Herzens geordnet ab. Herzrhythmusstörungen kommen häufig vor und müssen nicht immer Zeichen für eine Erkrankung sein. Wenn diese jedoch über einen längeren Zeitraum bestehen, sollte die Ursache abgeklärt werden.

    Wenn das Herz aus dem Rhythmus gerät, können die Folgen unterschiedlich sein. Viele Patienten beklagen Symptome wie Herzstolpern, Atemnot und Angstgefühl. Mehr oder minder kann die körperliche Belastbarkeit eingeschränkt sein. Patienten mit zusätzlichen Herzerkrankungen klagen außerdem über Atemnot, Schwitzen, Brustschmerzen und Schwindel. Um Herzrhythmusstörungen festzustellen, wird neben einer ausführlichen Befragung und sorgfältigen Voruntersuchung eine kardiologische Diagnostik notwendig. Dazu gehören wesentlich ein Herzultraschall (Echokardiografie), die Anfertigung eines Elektrokardiogrammes sowie Blutuntersuchungen.

    Die Therapie von Herzrhythmusstörungen richtet sich jeweils nach der zugrunde liegenden Ursache und der Art. Ziel der Behandlung ist es, die Beschwerden zu lindern, die Lebensqualität zu erhöhen und Komplikationen der Herzrhythmusstörungen (plötzlicher Herztod) zu vermeiden.

    Langsame (bradykarde) Herzrhythmusstörungen bedeuten, dass das Herz auf unter 60 Schläge pro Minute verlangsamt ist. Die Folgen können Schwindelanfälle bis hin zur Bewusstlosigkeit (Synkope) sein. Die körperliche Leistungsfähigkeit ist eingeschränkt. Zur Therapie kann ein permanenter Herzschrittmacher (künstlicher Taktgeber) implantiert werden. Dieser wird nach örtlicher Betäubung des Operationsgebietes meist im Bereich des rechten Brustmuskels unterhalb des Schlüsselbeines implantiert.

    Bei schnellen (tachykarden) Herzrhythmusstörungen wird das Herz auf über 100 Schläge pro Minute beschleunigt. Dadurch treten Beschwerden wie Herzklopfen, Herzrasen und Schwindel auf. Die Herzleistung kann reduziert sein, sodass eine allgemeine Leistungsminderung, Schwäche, Luftnot und Wasseransammlungen (Ödeme) auftreten können. Neben medikamentösen Therapieverfahren besteht auch die Möglichkeit der Implantation eines AICD (automatischer implantierbarer Cardioverter-Defibrillator). Bei Auftreten von bedrohlichen, schnellen Rhythmusstörungen, wie zum Beispiel Kammerflimmern, kann dieses spezielle Schrittmacheraggregat solche Rhythmusstörungen erkennen und durch schnelle elektrische Impulse oder durch Abgabe eines Elektroschocks beenden. Das Gerät wird wie ein Herzschrittmacher in lokaler Betäubung meist im Bereich des linken Brustmuskels implantiert.

    Bei einer starken Herzschwäche mit speziellen EKG-Veränderungen (Linksschenkelblock) ist die Leistungsfähigkeit der Patienten durch eine eingeschränkte Pumpfunktion des Herzens und asynchrone Bewegungsabläufe des Herzmuskels vermindert. Wenn eine medikamentöse Therapie keine Besserung der Symptomatik erzielt, kann die Herzleistung durch ein biventrikuläres Schrittmacher-/Defibrillatorsystem verbessert werden. Durch Stimulation beider Herzkammern werden der Erregungsablauf sowie der Kontraktionsablauf synchronisiert und die Pumpkraft verstärkt. Die körperliche Leistungsfähigkeit wird verbessert.

    Bei unklaren Bewusstlosigkeiten mit dringendem Verdacht auf eine Herzrhythmusstörung besteht die Möglichkeit der Implantation eines Ereignisrekorders (Eventrekorder). Dabei wird ein kleiner Chip in örtlicher Betäubung unter die Haut eingesetzt. Dieser zeichnet bei Herzrhythmusstörungen ein EKG auf und speichert dieses.

    Klinik

    Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage HIER