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Dienstag, 02.01.2018

Kramp-Karrenbauer für einheitliche Standards bei Altersfeststellung

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Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU)
Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU)

© dpa

Berlin. Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) setzt sich für bundeseinheitliche Verfahren bei der Altersfeststellung mutmaßlich minderjähriger Asylbewerber ein.

Es sei das „gute Recht des deutschen Staates“, durch ärztliche Tests zu klären, ob die Altersangaben vermeintlich minderjähriger Migranten auch medizinisch nachvollziehbar seien, sagte sie am Dienstag im ZDF-„Morgenmagazin“.

Hintergrund der aktuellen Diskussion ist die Bluttat eines jungen Afghanen in Rheinland-Pfalz vor einigen Tagen. Der angeblich 15-Jährige hatte im Ort Kandel ein Mädchen erstochen - allerdings bestehen Zweifel am wahren Alter des Flüchtlings.

Kramp-Karrenbauer verwies auf positive Erfahrungen mit ärztlichen Untersuchungen zur Altersfeststellung in ihrem Bundesland. Im Saarland müssten sich minderjährige Flüchtlinge, bei denen Zweifel über das wahre Alter bestünden, seit 2016 einer Altersprüfung etwa anhand der Handknochen unterziehen. Bei 35 Prozent dieser Fälle sei festgestellt worden, dass es sich um Volljährige und nicht um Jugendliche handele.

Kritiker der medizinischen Altersprüfungen argumentieren unter anderem, dass man das Alter von Menschen durch solche Untersuchungen allenfalls grob schätzen, aber nicht mit Sicherheit benennen könne. Dass man die Geburtsdaten von Menschen über diesen Weg „nicht auf den Tag genau festlegen“ könne, sei klar, sagte Kramp-Karrenbauer. (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 5 Kommentare

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  1. Steinhardt

    Aber die Vaterschaft kann man so genau feststellen, dass der Mann dann 20-30 Jahre blechen darf. Die sogenannten "Kritiker" gehören allesamt wegen Lüge vor Gericht. Jeder weiss doch, dass die Zellen sich nicht unendlich viele Male teilen können und der "Stummel" zum kopieren immer kürzer wird. Also kann man bei gutem Willen auch ziemlich genau das Alter bestimmen. Wahrscheinlich haben Biologen noch weitere Ideen zu diesem Thema z.B. so etwas wie bei den Bäumen die Jahresringe. Das genaue Geburtsdatum braucht man dafür garnicht.

  2. J.A.Woll

    Der Bundespräsident der Ärztekammer Montgomery führt unter anderem die zu hohen Kosten an, welche eine Altersfeststellung verursacht. Kleine Mathematikaufgabe: ein unbegleiteter Jugendlicher kostet im Monat zwischen 4000 € und 5000 €, für einen Flüchtling über 18 Jahre fallen zwischen 1000 € und 1180 € ( so die mir bekannten veröffentlichten Zahlen ) jetzt wird es schwierig Herr Montgomery, wann haben sie die geschätzten Kosten von ca. 1000 € welche eine Altersbestimmung verursacht wieder rein ? Na ? Na los sie schaffen das. Und was die zu schützende Unversehrtheit betrifft, werde ich jedesmal auf die "unglaublichen Gefahren" eines Röntgen z.B. Beim Zahnarzt hingewiesen ? Setzt man mich einer Gefahr aus ? Bei einem Anlaß, wie Knochenbruch o.ä., wird da ein Flüchtling ob seiner Heiligkeit, nicht geröntgt? Vorsätzlicher Betrug muß aufgeklärt und bestraft werden. Fertig. Wie wird eigentlich ein Bundesbürger behandelt wenn er falsche Angaben auf der Meldestelle macht ?

  3. Alex

    Wenn bestehende Gesetze angewendet würden, gäbe es dieses Problem überhaupt nicht. Aber es ist eben so, nach Deutschland kommt man ohne Pass rein, aber nicht wieder raus.

  4. J.A.Woll

    Pardon, er ist "nur" Präsident (!) nicht Bundespräsident der Ärztekammer.

  5. E.Benheiter

    Wo ist das Problem? Wer versucht, seine Identität zu vertuschen, um unter Vorspiegelung falscher Tatsachen hier bleiben hier bleiben zu dürfen, wird halt "erkennungsdienstlich behandelt" -ganz alltägl. polizeil. Vorgang.

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