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Donnerstag, 25.01.2018

Koweg-Männer erweisen sich als „unkaputtbar“

Handball-Männer, SV Koweg Görlitz

Von Frank Thümmler

© H.-E. Friedrich

Die Überschrift für die Sachsenliga-Handballer vor der Saison 2016/17 war eine Frage: „Ist dieser Aderlass einer zu viel“ hieß es damals. Viele Görlitzer hatten den Verein schon zuvor verlassen, vor der vergangenen Saison waren weitere Spieler gefolgt, unter anderem auch Patrick Michel, der inzwischen sehr erfolgreich im Freiberger Oberligateam spielt. Dem verbliebenen Görlitzer „Rest“ traute so mancher nicht allzu viel zu – aber das Team raufte sich zusammen, fand unter Trainer Petr Masat erneut ihren Weg, um in der Sachsenliga zu bestehen und landete am Ende auf einem, angesichts der schwierigen Voraussetzungen sensationell anmutenden, dritten Tabellenplatz – wie in der Saison zuvor, als das auch schon kaum jemand der Mannschaft zugetraut hatte, für die „mannschaftliche Geschlossenheit“ nicht nur eine Phrase war, und die vor allem ein Abwehrsystem verinnerlicht hatte, das vielen Gegnern Kopfzerbrechen bereitete. Im Angriff wurde die Torgefahr auf viele Schultern verteilt. Drei Koweg-Männer (Türkowsky, Hana und Galach) standen am Saisonende unter den Top-Ten der Torschützenliste. Vor dieser Saison kehrten mehrere Görlitzer zu ihrem Verein zurück, auch wegen Trainer Masat. Aber: Der Tscheche hat mit seinen Leistungen in Görlitz in seinem Heimatland Aufmerksamkeit erregt und die Chance erhalten, einen Erstligisten – den HBC Jicin – als Cheftrainer zu übernehmen und das auch angenommen. Sein Nachfolger ist Peter Rost, ein ehemaliger DDR-Nationalspieler. Die wieder neu zusammengestellte Mannschaft (Hana weg, Ex-Görlitzer zurück) hatte anfangs einigen Anpassungsprobleme, holte aus den ersten vier Spielen nur drei Punkte. Seitdem aber läuft es. Die Koweg-Männer haben auf den Spitzenreiter EHV Aue nur noch einen Punkt Rückstand. Vielleicht gelingt in dieser Saison ja noch der ganz große Wurf.