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Donnerstag, 07.12.2017

Kompromiss für die Hufewiesen in Sicht

Anwohner fordern, dass die Grünfläche in Trachau wieder öffentlich zugänglich wird. Der Eigentümer will sie bebauen. Die Stadt sucht eine Lösung.

Von Sarah Herrmann

Seit Jahren werden die Trachauer durch einen Zaun von den Hufewiesen getrennt.
Seit Jahren werden die Trachauer durch einen Zaun von den Hufewiesen getrennt.

© Archivbild: André Wirsig

Die Trachauer könnten bald wieder ihr grünes Idyll zurückgewinnen. Wie Stadträtin Kati Bischoffberger (Grüne) mitteilt, verhandeln Mitarbeiter der Stadtverwaltung derzeit mit dem Eigentümer der Hufewiesen zwischen Leipziger und Industriestraße. Gemeinsam soll ein Kompromiss gefunden werden. Zumindest Teile der Grünfläche könnten dann wieder für die Anwohner zugänglich werden.

Seit Jahren werden die Trachauer durch einen Zaun vom grünen Kleinod in ihrem Viertel getrennt. Bis 2012 konnten die Hufewiesen zwischen Leipziger und Industriestraße als Erholungsgebiet mit Streuobstwiesen und Ponyranch genutzt werden. Danach wurden sie an einen privaten Investor verkauft. Der riegelte das Areal ab und schmiedete Pläne für rund 600 Wohnungen. Dem erteilte der Stadtrat allerdings in diesem Jahr eine Absage – unter anderem wegen Bedenken im Bereich Hochwasser- und Naturschutz.

Seitdem laufen die Gespräche mit dem Besitzer, der vor rund zwei Jahren gewechselt hat. Geneinsam suche man nach einem Kompromiss. Bischoffberger ist zuversichtlich, dass sich bis März kommenden Jahres eine Lösung findet. Eigentlich sollten die Pieschener Ortsbeiräte am Dienstagabend darüber beraten, ob die Hufewiesen zum Park werden soll. Eine entsprechende Vorlage der Stadtverwaltung stand auf der Tagesordnung. Doch die Verwaltung will die Gespräche mit dem Eigentümer nicht gefährden. Deshalb soll zunächst nicht über die Vorlage gesprochen werden. Der Hufewiesen-Verein setzt sich seit Jahren dafür ein, dass das Areal wieder öffentlich wird. Einmal im Jahr dürfen die Mitglieder auf der Fläche das traditionelle Trachefest veranstalten.