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Donnerstag, 26.11.2015

Kommunaler Sozialverband Sachsen ist Partner für Arbeitgeber und für Menschen

Das Integrationsamt beim Kommunalen Sozialverband Sachsen ist Partner für Arbeitgeber und für Menschen mit Behinderungen gleichermaßen.

Menschen mit Behinderungen sollen gleiche Chancen am Arbeitsmarkt nutzen können. | Foto: www.fotolia.com / Kurhan
Menschen mit Behinderungen sollen gleiche Chancen am Arbeitsmarkt nutzen können. | Foto: www.fotolia.com / Kurhan

Aufgaben des Integrationsamtes

Im Freistaat Sachsen ist das Integrationsamt beim KSV Sachsen Ansprechpartner für mehr als 7 900 Betriebe. Arbeitgeber, die über mindestens 20 Arbeitsplätze verfügen, müssen grundsätzlich 5 Prozent ihrer Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Beschäftigten besetzen. Dies gilt für öffentliche wie für private Arbeitgeber gleichermaßen. Erfüllen sie diese Quote nicht, haben sie für jeden unbesetzten Pflichtarbeitsplatz eine sogenannte Ausgleichsabgabe zu zahlen. Das Integrationsamt erhebt diese Ausgleichsabgabe und entscheidet über die Verwendung der Finanzen.

Mit den Geldern unterstützt das Integrationsamt als Dienstleiser Arbeitgeber bei der Schaffung neuer und der Erhaltung bestehender Arbeits- und Ausbildungsplätze für Menschen mit Behinderungen. Es reicht Zuschüsse aus, beispielsweise für die behinderungsgerechte Ausstattung von Arbeitsplätzen. Zudem können Arbeitgeber Lohnkostenzuschüsse für außergewöhnliche Belastungen in Form eines Minderleistungsausgleichs beziehungsweise einer personellen Unterstützung bekommen.

Unterstützung für Menschen mit Behinderungen

Das Integrationsamt kann ebenfalls finanzielle Leistungen an schwerbehinderte und gleichgestellte behinderte Menschen im Arbeitsleben erbringen:

- für technische Hilfen,

- zum Erreichen des Arbeitsplatzes,

- zur Gründung und Erhaltung einer selbstständigen beruflichen Existenz,

- zur Beschaffung, Ausstattung und Erhaltung einer behindertengerechten Wohnung und

- zur Teilnahme an Maßnahmen zur Erhaltung und Erweiterung beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten und in besonderen Lebenslagen.

Außerdem haben schwerbehinderte und gleichgestellte behinderte Menschen Anspruch auf Übernahme der Kosten für eine notwendige Arbeitsassistenz.

Durch diese Leistungen soll es Menschen mit Behinderung ermöglicht werden, im Arbeitsleben die gleichen Chancen wie Menschen ohne Behinderung zu erhalten, um am Arbeitsplatz ihre Fähigkeiten und Kenntnisse voll zu verwerten und weiter zu entwickeln.

Netzwerk für bessere Beschäftigungschancen

Da Inklusion von Menschen mit Behinderung ins Arbeitsleben eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, wurde im Freistaat Sachsen die „Allianz zur Beschäftigungsförderung“ gegründet. Sie führt alle wichtigen Partner aus Politik, Staat und Wirtschaft sowie Verbände zu einem Netzwerk zusammen, um die Beschäftigungschancen für schwerbehinderte Menschen zu verbessern. „Im Sinne der Inklusion bedeutet dies, dass die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt Normalität ist und die erforderlichen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen vorhanden sind“, so Andreas Werner, Verbandsdirektor des Kommunalen Sozialverbandes Sachsen.

Einzelne Fördermöglichkeiten an Arbeitgeber und Menschen mit Behinderungen im Arbeitsleben werden in einer der nächsten Ausgaben näher vorgestellt.

Eine weitere Alternative zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ist die Beschäftigung in einem Integrationsprojekt. Integrationsprojekte schaffen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen. Bei allen Fragen rund um dieses Thema ist ebenfalls das Integrationsamt der richtige Ansprechpartner, der weiß, welche Kriterien ein solches Projekt erfüllen muss und welche Gelder aus der Ausgleichsabgabe wofür zur Verfügung stehen.

Kontakt:

Nähere Informationen zum Kommunalen Sozialverband Sachsen sowie Ansprechpartner finden Sie im Internet unter: www.ksv-sachsen.de