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Mittwoch, 16.05.2018

Kommentar: Polizisten-Rückkehr ermöglichen

Matthias Klaus über die Sicherheit an der Grenze

Der Chef der Bundespolizei in Pirna, also der Oberchef für alle Bundespolizisten in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen, sprach am Montagabend in Görlitz ein großes Wort gelassen aus: „Es wäre eine Fiktion, wenn wir von einer Kriminalitätsrate Null ausgehen würden, gerade in einem Europa der offenen Grenzen.“ Da hat er mit Sicherheit recht. Denn ob im sächsischen Landesinneren oder zwischen Bad Muskau und Zittau an der polnischen oder zwischen Lückendorf und Sohland an der Spree an der tschechischen Grenze – irgendwas ist immer. Bundes- und Landespolizei leisten einen großartigen Dienst. Aber natürlich werden die Beamten nicht jeden Gesetzesbrecher gefasst bekommen, das ist tatsächlich Utopie. Wir wollen gefühlt sicher leben. Die Polizei, ob von Bund oder Land, tut ihr Möglichstes dazu. Die zusätzlichen 1000 Polizisten, die nun angekündigt sind, sind sicherlich ein Teil, ein weiterer Schritt. Beamte werden folgen müssen, vielleicht und hoffentlich auch solche Bundespolizisten, die mitten in der Schengen-Euphorie nach München oder Frankfurt am Main abkommandiert wurden – und nun gern in ihre Oberlausitzer Heimat zurückkehren würden.