erweiterte Suche
Montag, 22.02.2016

Kommentar: Nach dem Bau droht der Auto-Streit

Tobias Wolf über die Pläne für die Augustusbrücke

9

Für all jene, die regelmäßig mit dem Auto über die Augustusbrücke fahren, sind zwei Jahre Bau eine lange Zeit. Immerhin ist das altehrwürdige Bauwerk eine beliebte Ausweichstrecke, wenn sich der Verkehr auf den anderen Elbquerungen staut. So gesehen könnte das schon als Eingewöhnungsphase für die Zukunft durchgehen. Denn nach der Sanierung soll die Brücke komplett für den privaten Autoverkehr gesperrt werden.

Der Streit darum dürfte pünktlich vor dem Ende der Bauzeit aufflammen – auch wenn die Altstädter FDP mit ihrer Petition gegen die Sperrung gerade gescheitert ist. Nur 403 Unterstützer unterzeichneten den Antrag, der die Augustusbrücke auch für den Individualverkehr offen halten möchte. 4 200 wären für eine erfolgreiche Petition nötig gewesen. Vielleicht ist das ein Signal für die Stimmung der Dresdner. Es ist richtig, die Brücke zu einer Art Flaniermeile ohne störende Autos zu machen, die beide Elbseiten an der schönsten Stelle im Zentrum verbindet.

Leser-Kommentare

Seite 1 von 2

Insgesamt 9 Kommentare

Alle Kommentare anzeigen

  1. Howa

    Wenn die Brücke nach der Sanierung zur Flaniermeile werden soll muß auch der Fahrradverkehr von der Brücke, im Interesse der Sicherheit der Fußgänger, verbannt werden. Es gibt deutlich mehr rücksichtslose Biker als Autofahrer.

  2. Michael H.

    Beim Flanieren stören die Straßenbahn und die Doppeldecker-Busse genauso. Was wird eigentlich mit Pferdekutschen, Rikschas und anderen Tourismusmobilen?

  3. ole

    @1, 2: ... und Holzroller und Flugzeuge und Dampfer ... "Und Pferde?" fragten ängstlich die Bauern. "Auch Pferde!" sagte stolz im Brustton der Überzeugung der Redner. Jaja. Wenn ich nicht darf, dann darfst Du auch nicht. Das wäre sonst unfääääääääääär!!!

  4. sletrabf

    @1,2: Ich kann nicht ganz nachvollziehen, dass Radfahrer und Straßenbahnen sowie die Busse der Stadtrundfahrt eine gleichartige Gefahr für Fußgänger darstellen sollen wie der PKW-Verkehr. Auf der Brücke konnte ich nachts schon öfters Fahrer beobachten, die mit überhöhtem Tempo über die Brücke donnerten. Straßenbahnen und Busse sind zahlenmäßig deutlich weniger unterwegs und werden mit langsamem Tempo verkehren, sodass die Querung der Straße leichter werden dürfte. Radfahrer werden soviel Platz bekommen, dass auch der Radverkehr geordnet ablaufen wird und nicht etwa über die Fußwege. Zudem ist die Brücke für Radfahrer und Straßenbahn enorm wichtig (deutlich wichtiger als für PKW und Reisebusse), deshalb halte ich überhaupt gar nichts von einer Sperrung auch für diese Verkehrsteilnehmer.

  5. Bernd

    Ole hat recht, die Diskussion ist Kindergarten mittlere Gruppe. Wenn Autofahrer etwas weggenommen wird, reagieren einige extrem empfindlich. In 3 Jahren wird sich niemand mehr diese Brücke mit Autos vorstellen können. Dank an die SZ für die Vorstellung der künftigen Großbaustelle. Ist doch sinnvoller, als wieder und wieder über zu niedrige Brückengeländer der Albertbrücke zu schreiben, oder ;-).

Alle Kommentare anzeigen

Seite 1 von 2

Kommentare können nur in der Zeit von 8:00 bis 22:00 Uhr abgegeben werden.